Die SPD-nahe Friedrich-Ebert-Stiftung und die CDU-nahe Konrad-Adenauer-Stiftung waren in diesem und dem vorigen Monat offenbar das Ziel mehrerer Hackerangriffe. Hierüber informierten beide Organisationen Mitte der Woche verschiedene Medien. Laut der Ebert-Stiftung habe ein Angriff auf ihr Computernetzwerk zwar stattgefunden, dieser konnte jedoch abgewehrt werden. Die Adenauer-Stiftung teilte mit, dass ein Angriff in Vorbereitung gewesen sei. Der Verfassungsschutz und das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik hätten schon im März Auffälligkeiten in den Computersystemen bemerkt und daraufhin Alarm geschlagen. Bei einer anschließenden Überprüfung der IT habe es jedoch keine Auffälligkeiten gegeben.

Nach den Recherchen der mit der Bundesregierung kooperierenden japanischen Sicherheitsfirma Trend Micro steht hinter den Unregelmäßigkeiten in beiden Fällen die mutmaßlich russische Hackergruppe „Pawn Storm“, auch bekannt als „APT 28“ oder „Fancy Bear“. Ziel der Aktionen sei gewesen, die Zugangsdaten von Angestellten auszuspionieren und heimlich schädliche Software zu installieren. Möglicherweise waren die Stiftungen hierbei lediglich eine Durchgangsstation, um direkt bei CDU und SPD zu landen. Sicherheitskreise machen „Pawn Storm“ auch für die Hackerangriffe für die Präsidentschaftskampagnen von Hillary Clinton in den USA und Emmanuel Macron in Frankreich verantwortlich. Trend Micro hält es für möglich, dass die Hackergruppe nun auch in Deutschland versucht hat, verfängliches Material zu sammeln, um den Bundestagswahlkampf zu beeinflussen.

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