Die Neuapostolische Kirche Westdeutschland baut auf eine Stiftung: Mit erweitertem Zweck und mehr Kapital soll die bisherige Horst-Ehlebracht-Stiftung nun als Stiftung der Neuapostolischen Kirche Westdeutschland stärker wirken.

Früher Horst-Ehlebracht-Stiftung, nun Stiftung der Neuapostolischen Kirche Westdeutschland: Nicht nur der Name ist neu, auch finanziell hat sich die Situation der Stiftung verändert, wie die Neuapostolische Kirche Westdeutschland mitteilt. „Zu dem bestehenden Stiftungsvermögen von über 1,3 Millionen Euro kommen rund 1,6 Millionen Euro aus einer größeren Erbschaft, die die Kirche erhalten hat, sowie eine weitere Million Euro aus privatem Vermögen eines Kirchenmitglieds. Die zusätzlichen Beträge werden in Form von rechtlich nicht selbständigen Treuhandstiftungen die Zwecke der kirchlichen Stiftung unterstützen.“

Erweiterung des Zwecks notwendig

In der Neuapostolischen Kirche Westdeutschland habe es 2019 erste Überlegungen zu einer Stiftungsgründung gegeben. Hintergrund sei eine Erbschaft gewesen, die an den Zweck Hilfe für kranke Kinder und Jugendliche gebunden war. Diese Auflagen seien jedoch innerhalb der rechtlichen Rahmenbedingungen für die Kirche nicht umsetzbar gewesen. „So kam es zu dem Gedanken, diesen geforderten mildtätigen Zweck in einer eigenen Stiftung umzusetzen“, wird Eberhard Dodt, Leiter der Kirchenverwaltung, zitiert.

Mit der 1999 gegründeten Horst-Ehlebracht-Stiftung habe bereits eine kirchennahe Stiftung bestanden. Der 2004 verstorbene Horst Ehlebracht hatte als Bezirksapostel von 1991 bis 2003 die Gebietskirche Nordrhein-Westfalen geleitet. Die Satzung der Ehlebracht-Stiftung, die die Förderung kirchlicher Zwecke vorsah, etwa die Unterhaltung von Gotteshäusern, wurde für die Nachfolgestiftung erweitert. Die Zwecke umfassen nun die Förderung der Jugend- und Altenhilfe, der Behindertenhilfe, des Wohlfahrtswesens, der Entwicklungszusammenarbeit sowie mildtätiger und kirchlicher Zwecke.

Dachorganisation für gGmbH

Die Satzungsänderung sowie die Umbenennung hätten einige Monate in Anspruch genommen. Seit Ende 2021 bestehe nun die rechtsfähige Stiftung der Neuapostolischen Kirche Westdeutschland mit Sitz in Herford. „Künftig soll die Stiftung auch als Dachorganisation für die gemeinnützigen Gesellschaften fungieren, die in den letzten Jahren von der Kirche gegründet wurden“, wird Eberhard Dodt zitiert: die Neuapostolisches Seniorenzentrum Oberhausen gGmbH sowie die NAK Kindertagesstätten gGmbH.

Die Stiftung verfüge über zwei Gremien: Beirat und Vorstand. Der Bezirksapostel ist geborenes Beiratsmitglied, die anderen Mitglieder des Beirates werden demnach vom Vorstand der Kirche gewählt. Der Stiftungsvorstand wird paritätisch vom Bezirksapostel und vom Beirat berufen.

 

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