Der Münchner Anwalt Peter Prinz zu Hohenlohe, der nach eigenen Angaben sechs Miterben des Naturforschers vertritt, hat Zweifel an der Rechtmäßigkeit der Verkaufsverhandlungen der Tagebücher Alexander von Humboldts erhoben. Ulrich von Heinz, der mit der Stiftung Preußischer Kulturbesitz über die Südamerika-Tagebücher Humboldts verhandelt, habe bisher trotz Aufforderung durch einen anderen Erben nicht nachgewiesen, dass er Alleineigentümer der Aufzeichnungen und damit zum Verkauf berechtigt sei. Sollte die Stiftung Preußischer Kulturbesitz die Tagebücher dennoch erwerben, sei es äußerst unsicher, ob der Kauf rechtswirksam sei, erklärte Hohenlohe. Die Stiftung könne nun nicht mehr behaupten, dass sie von den Zweifeln nichts gewusst habe.

Die Preußenstiftung bestätigte den Erhalt des Schreibens. Zum Inhalt und den Gesprächen wolle man sich nicht äußern, sagte eine Sprecherin.

In seinen Tagebüchern zeichnete Humboldt (1769-1859) auf rund 5000 Seiten seine fünfjährige Südamerika-Expedition nach. Das Tagebuch gilt als Schlüsseldokument zur „zweiten Entdeckung Amerikas“, wie Humboldts Forschungsreise durch Mittel- und Südamerika von 1799 bis 1804 auch genannt wird.

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