Die britische Polizei ermittelt gegen die Stiftung des britischen Thronfolgers Prinz Charles. Grund sind Vorwürfe, die Wohltätigkeitsorganisation habe gegen Geldzahlungen unter anderem die britische Staatsbürgerschaft angeboten.

Die britische Polizei ermittelt gegen The Prince’s Foundation von Prinz Charles. Hintergrund sind Vorwürfe, dass einem saudischen Geschäftsmann Adelsprivilegien und auch die britische Staatsbürgerschaft gegen eine Geldspende an die Stiftung versprochen worden seien.

Laut der Londoner Polizei hängen die aktuellen Entwicklungen mit einem Medienbericht zusammen, der sich auf eine Meldung aus dem September vergangenen Jahres bezog. Darin war die Rede von Michael Fawcett, einem Vertrauten des Prinzen, der damals auch Geschäftsführer der Stiftung war. Er habe Mahfouz Marei Mubarak bin Mahfouz gegen eine Gegenleistung von mehreren tausend Pfund Ehrungen und die Staatsbürgerschaft in Aussicht gestellt.

Prinz Charles wohl nicht in operatives Geschäft involviert

Fawcett war nach den Medienberichten im November 2022 von seiner Position zurückgetreten. Verhaftungen habe es in dem Fall keine gegeben, so die Polizei. Prinz Charles ist von den Ermittlungen anscheinend nur indirekt betroffen. Er sei zwar der Präsident der Stiftung, jedoch nicht in das operative Tagesgeschäft verwickelt, so Bloomberg.

Das Gesetz „Honours Act 1925“ besagt, dass der Verkauf von Adelsprivilegien im Vereinigten Königreich verboten ist und auch unter Strafe steht. Es trat am 7. August 1925 in Kraft.

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