Doris Leibinger, Stifterin und Gesellschafterin des Werkzeugmaschinenherstellers Trumpf, ist am 30. Januar 2021 gestorben. Ihre Stiftung setzt sich für Kinder und Jugendliche ein.

Sie war die Gesellschafterin der Trumpf GmbH & Co. KG und engagierte sich für das Gemeinwohl: Doris Leibinger ist am 30. Januar 2021 gestorben. 2007 hatte sich die gläubige Christin entschlossen, ihre sozialen Aktivitäten in einer Stiftung zusammenzufassen. „Es ist mir ein Herzensanliegen, hilfsbedürftigen Kindern, auch solchen, die der Willkür Erwachsener wehrlos ausgeliefert sind, hilfreich zur Seite zu stehen“, formulierte sie ihr Ziel und stattete Ihre Stiftung mit knapp sieben Millionen Euro Kapital aus. Die Doris-Leibinger-Stiftung verfolgt mildtätige Zwecke mit dem Schwerpunkt Kinder und Jugendliche.

Vielfältig engagiert

1934 in Stuttgart geboren, machte Doris Leibinger nach dem Abitur 1953 eine Ausbildung an der privaten Fachschule für das Dolmetscherwesen in Stuttgart. Anschließend arbeitete sie bei Standard Elektrik Lorenz (SEL). 1957 heiratete sie Berthold Leibinger, der später Vorsitzender der Geschäftsführung von Trumpf wurde. Das Paar hatte drei Kinder. Doris Leibinger engagierte sich ihr Leben lang auch auf kulturellem Gebiet, zum Beispiel im Bereich Kunstlied und klassischer Musik im Allgemeinen, für das Landesmuseum Württemberg und den schwäbischen Dialekt. Im sozialen Bereich zusätzlich mit ihrer Arbeit als Jugendschöffin, ihrem Einsatz für das Kinderhospiz und das Hospiz Stuttgart und das Behindertenzentrum (BHZ) Stuttgart.

Für Kinder in schwierigen Situationen

Die drei zentralen Themen der Doris-Leibinger-Stiftung sind die Verbesserung der Lebenssituation von Blinden und Taubblinden, die Unterstützung von Familien bei der häuslichen Pflege ihrer schwerstbehinderten Kinder mit Mobilitätshilfen, sowie die Stärkung von Missbrauchsopfern. Einen großen Schritt stellte laut Pressemitteilung 2019 eine Fördervereinbarung mit der Stiftung „Taubblind leben“ dar. Mit einem Betrag von einer Million Euro sollen in zehn Jahren die Ausbildung für Lormdolmetscher zertifiziert und ihre Zahl bundesweit um etwa das Achtfache gesteigert werden. Zusätzlich sollen die durch die Digitalisierung ermöglichten neuen Zugangswege zu den Betroffenen bekannt gemacht und die Zahl der Taubblinden-Assistenzen signifikant erhöht werden. Ziele des Projektes sind die Mobilisierung der Taubblinden und eine spürbare Verbesserung ihrer Kommunikationsmöglichkeiten.

Aktuelle Beiträge

Alles Wichtige für Entscheider aus dem Stiftungswesen - Kompetent und unabhängig - Jeden Monat neu
NEWSLETTER KOSTENLOS ABONNIEREN
Alles Wichtige für Entscheider aus dem Stiftungswesen - Kompetent und unabhängig - Jeden Monat neu
NEWSLETTER KOSTENLOS ABONNIEREN