Irene Schulte-Hillen war drei Jahrzehnte lang Präsidentin der Deutschen Stiftung Musikleben, die junge Musikerinnen und Musiker fördert. Nun ist sie im Alter von 74 Jahren nach schwerer Krankheit gestorben.

Die Präsidentin der Deutschen Stiftung Musikleben, Irene Schulte-Hillen, ist nach schwerer Krankheit im Alter von 74 Jahren gestorben. Mehr als 30 Jahre war die Hamburgerin für die Stiftung tätig, Ende 2022 hatte sie das Amt niedergelegt, blieb der Stiftung aber als Ehrenpräsidentin verbunden. Durch ihr Engagement sei die Deutsche Stiftung Musikleben zu einer der wichtigsten Förderinstitutionen für hochbegabte junge Musiker in Deutschland geworden, so die Stiftung in einer Pressemitteilung. Schulte-Hillens Vision sei es gewesen, junge Musiker durch Leihinstrumente und individuelle Förderung in deren Ausbildung zu unterstützen. Der Deutsche Musikinstrumentenfonds geht auf ihre Initiative zurück.

„Mit Irene Schulte-Hillen verliert das Musikleben in Deutschland eine große Persönlichkeit. Hunderte junger Menschen hat sie auf ihrem künstlerischen Weg begleitet, darunter solche Ausnahmekünstler wie Igor Levit, Cornelius Meister, Nicolas Altstaedt, Veronika Eberle oder Viviane Hagner. Sie wird uns unvergessen und der Stiftung Vorbild bleiben“, wird der Kuratoriumsvorsitzende und Ex-Bundesminister für Finanzen und Wirtschaft (CDU) Manfred Lahnstein zitiert.

Über die Stiftung

Die Deutsche Stiftung Musikleben wird von einem ehrenamtlichen Präsidium geführt. Mitglieder sind Barbara Mirow, Rüdiger Schäfer, Clemens Trautmann und Roland Warnholtz. Mirow leitet den Programmbereich NDR Kultur, Schäfer war 1998 bis 2009 Vorsitzender des Rechtsausschusses des Verbandes Deutscher Zeitschriftenverleger, Trautmann ist Präsident des Musiklabels Deutsche Grammophon, Warnholtz Wirtschaftsprüfer. Geschäftsführerin der Stiftung ist seit dem 1. Januar 2022 Bettina Bermbach.

Stiftungszweck ist die Förderung junger Musiktalente. Seit der Gründung 1962 setzt die Stiftung auf eine langfristige Betreuung von Stipendiaten. Kernpunkt des Förderprogramms ist der 1993 gegründete Deutsche Musikinstrumentenfonds, ein Kooperationsprojekt mit der Bundesrepublik. Dieser umfasst rund 250 Streichinstrumente, die über einen jährlich ausgetragenen Wettbewerb leihweise an herausragende junge Musiker vergeben werden.

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