Die Klassik Stiftung Weimar erlebte zum Jahresende 2009 gute und böse Überraschungen. Einerseits übergab ein Verleger ein Täschchen von Goethes Jugendliebe Friederike Brion zur Aufbewahrung. Der sogenannte „Friederiken Beutel“ war bislang in Privatbesitz. Darüber hinaus hat die Stiftung kurz vor Weihnachten ihre Franz-Liszt-Sammlung erweitert. Zu den neuen Ausstellungsstücken gehören ein Relief des Komponisten, ein Aquarell mit Liszt-Motiv und Briefe aus dem Umfeld des Künstlers.

Andererseits übte der Jahresbericht des Thüringer Rechungshofes heftige Kritik an der Organisation: Die Behörde bemängelt, dass die Ausrichtung der Oper „Alceste“ nicht „zu den staatlich finanzierten Aufgaben der Stiftung“ gehörte und außerdem eine Deckungslücke von 200.000 EUR hinterlassen habe. Nach Berechnungen des Bundes der Steuerzahler sei jeder der 492 Besucher mit etwa 410 EUR subventioniert worden. Das Kultusministerium kontert, dass die Stiftung mit der Oper ihren Bildungsauftrag wahrgenommen habe. Dies bezweifelt der Rechnungshof allerdings.

www.klassik-stiftung.de

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