Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz ist rechtmäßige Besitzerin des Welfenschatzes. Die Limbach-Kommission hat die berühmten spätmittelalterlichen Goldschmiedearbeiten ohne jedes Wenn und Aber der Stiftung zugesprochen. Die Erben jüdischer Kunsthändler, die seit 2008 Anspruch auf die Reliquien erheben, zeigten sich zutiefst enttäuscht.

Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz ist rechtmäßige Besitzerin des Welfenschatzes. Die Limbach-Kommission hat die berühmten spätmittelalterlichen Goldschmiedearbeiten ohne jedes Wenn und Aber der Stiftung zugesprochen. Die Erben jüdischer Kunsthändler, die seit 2008 Anspruch auf die Reliquien erheben, zeigten sich zutiefst enttäuscht.

Die Limbach-Kommission, eine Art Schiedsrichtergremium für festgefahrene Fälle, schloss sich mit ihrer Empfehlung voll den Forschungsergebnissen der Stiftung an. Danach hatten vier jüdische Kunsthändler 1935 den vom Adelshaus der Welfen erworbenen Kirchenschatz an den preußischen Staat verkauft. Es gebe keine Hinweise, dass das damalige Geschäft unter Druck erfolgt sei, befand die Kommission. Der Kaufpreis habe der Lage auf dem Kunstmarkt nach der Weltwirtschaftskrise entsprochen. Damit könnten die 42 Goldschmiedearbeiten, auf Dauer im Berliner Kunstgewerbemuseums bleiben.

Offen blieb am Donnerstag, ob die Erben die Empfehlung wirklich annehmen. Die Empfehlungen sind zwar nicht rechtlich bindend. Sie werden in aller Regel aber von den Beteiligten akzeptiert, weil sie ja selbst um einen fachlich fundierten Lösungsvorschlag gebeten haben.

www.preussischer-kulturbesitz.de

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