Im Jahr 2009 sind in Deutschland 914 neue Stiftungen errichtet worden. Das ist die dritthöchste Zahl in der Geschichte der Bundesrepublik. Zum 31. Dezember 2009 gab es damit 17.372 rechtsfähige Stiftungen bürgerlichen Rechts in Deutschland. Dies teilte der Bundesverband Deutscher Stiftungen Anfang Februar mit. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht das einer Steigerung um 6%.

Verschiebungen gab es im Städteranking: Frankfurt am Main, jahrelang die Stadt mit der höchsten Stiftungsdichte, muss die Spitzenposition für Würzburg räumen. In der unterfränkischen Stadt kommen 76 Stiftungen auf 100.000 Einwohner, in Frankfurt sind es 71. Auf Platz drei landet wie in den Vorjahren Hamburg, die Stadt mit den meisten Stiftungen (1.165). 2009 kamen an der Alster 35 Stiftungen hinzu. Einen Gründungsrekord kann Berlin verbuchen. 50 Stiftungen sind im vergangenen Jahr ins Leben gerufen worden. In der Hauptstadt existieren damit 690 Stiftungen. Auf 100.000 Einwohner kommen 20 Stiftungen.

Absolut betrachtet haben die meisten Stiftungen ihren Sitz in Nordrhein-Westfalen (3.336). Mit 192 neuen Stiftungen verzeichnet das Land zudem erneut die höchste Zahl an Neugründungen. Im Verhältnis zur Gesamtbevölkerung liegt die Stiftungsdichte mit 19 Stiftungen pro 100.000 Einwohner aber unter dem bundesweiten Durchschnitt von 21 Stiftungen pro 100.000 Einwohner.

Gewohnt gute Zahlen kommen aus dem stiftungsaffinen Süden Deutschlands: In Bayern wurden 168 und damit mehr Stiftungen als 2008 gegründet. In Baden-Württemberg übergab die Stiftungsaufsichtsbehörde 148 Stiftungen die Anerkennungsurkunde. Die Stiftungsdichte ist in den Stadtstaaten Hamburg (66/100.000 Einwohner) und Bremen (45/100.000) am höchsten, bei den Flächenländern sind es Hessen (26/100.000), Bayern (25/100.000) und Baden-Württemberg (24/100.000).

Aufholbedarf gibt es noch immer im Osten Deutschlands. Nur 60 der 914 neuen Stiftungen wurden in den neuen Bundesländern gegründet. Führend dabei ist Sachsen, wo – wie schon 2008 – 27 Stiftungen errichtet wurden. Die wenigsten Stiftungen wurden in Mecklenburg-Vorpommern (4), Sachsen-Anhalt (8) sowie dem Saarland und Thüringen (je 10) errichtet. Das Saarland ist das Bundesland mit den wenigsten Stiftungen (139), gefolgt von Brandenburg (145) und Mecklenburg-Vorpommern (146).

Auch bei den Bürgerstiftungen setzt sich die positive Entwicklung fort. Nach 32 Neugründungen 2008 wurden im vergangenen Jahr 31 neue Bürgerstiftungen anerkannt. Insgesamt 185 Bürgerstiftungen tragen das Gütesiegel des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen.

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