So lesen Sie die Abbildung: Haben Sie in Ihrem Stiftungsportfolio – beispielsweise bei einer Aktienposition – einen Verlust in Höhe von 50% erlitten, dann muss sich die Aktie im Wert verdoppeln, damit der Verlust komplett egalisiert ist. Bei einem Verlust von 70% beträgt der „Aufholgewinn“ schon 233%. Das ist viel und in den meisten Fällen kaum zu schaffen. Daher heißt es: Begrenzen Sie – auch und gerade als Stiftung – Verluste, denn das ist der erste Schritt zum Kapitalerhalt.

Stiftungen sind derzeit mit niedrigen Renditen speziell bei Staatsanleihen konfrontiert. Die Anlageklasse zu ändern könnte ein Ausweg sein, aber die Angst vor Schwankungen und vor allem Kursverlusten macht Stiftungen oft skeptisch. Grundsätzlich sind die Vorbehalte gegen die Aktie zwar falsch, aber insbesondere der Umgang mit Kursverlusten braucht Erfahrung und System. Vor allem müssen Stiftungen – wie alle anderen Anleger auch – Kursverluste begrenzen.

Ist das große Loch erst einmal da, ist es meistens schon zu spät. Anleger begehen dann häufig einen der größten Fehler: Sie lassen die Verluste laufen und sagen sich, jetzt lohne ein Verkauf ohnehin nicht mehr; der Verlust wird einfach ausgesessen. Aber so weit darf es gar nicht erst kommen, schon gar nicht im Stiftungsportfolio. In der obigen Grafik können Sie ersehen, wie hoch die Kursgewinne sein müssen, um Kursverluste wieder aufzuholen.

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