Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) wurde am 18.07.1990 als Stiftung bürgerlichen Rechts gegründet. Das Stiftungskapital von ca. 1,3 Milliarden Euro war ein der Erlös der Privatisierung der Salzgitter AG. Die DBU fördert Projekte im Bereich Umweltschutz. Seit 1991 wurden 8800 Projekte mit ca. 1,5 Milliarden Euro unterstützt.

Es stehen jährlich 50 Millionen Euro für Förderprojekte zur Verfügung.

Entstehung und Organisation

Die Stiftung konnte durch Einbringung von Bundesmitteln entstehen. Diese waren vorhanden, weil die Bundesregierung zum 1. Oktober 1989 die Salzgitter AG veräußerte und dadurch knapp 1,3 Milliarden Euro erhielt. Auf Vorschlag des damaligen Bundesfinanzministers Waigel wurde dieser Betrag zur Errichtung einer Bundesstiftung für den Bereich Umwelt verwendet. Am 18. Juli 1990 wurde das Gesetz zu ihrer Errichtung verkündet. Darauf folgte der Beschluss der Satzung einen Monat später. Seit dem Jahr 1991 hat die Stiftung ihre Arbeit aufgenommen.
Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt hat ihren Sitz in Osnabrück und wird von einem Generalsekretär geleitet. Er erledigt zusammen mit seinen Mitarbeitern die laufenden Geschäfte. Der Generalsekretär wird von einem Kuratorium berufen, das 16 Mitglieder umfasst. Sie selbst werden von der Bundregierung berufen. Hauptaufgaben des Kuratoriums sind Beschlüsse über die Gesamtausrichtung der Stiftung und die Durchführung einer Kontrolltätigkeit.

Förderung

Im Fokus steht die Förderung von Projekten zum Schutz der Umwelt unter besonderer Berücksichtigung mittelständischer Unternehmen.

  • Innovative Projekte im Bereich Umweltschutz
  • Projekte die für eine breite Anwendung – ganze Branchen – interessant sein könnten und zeitnah umsetzbar sind
  • Umweltentlastungsprojekte, die der Bewahrung/Wiederherstellung des Naturerbes dienen

Darüber hinaus werden jährlich 60 Promotionsstipendien vergeben. Diese können für Arbeiten erhalten werden, die sich auf den Umweltschutz beziehen. Fachrichtungen werden dabei keine Grenzen gesetzt.

Deutsche Umweltpreis

Der Deutsche Umweltpreis der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) ist die mit 500000 Euro höchstdotierte unabhängige Umweltauszeichnung Europas.

Im Jahre 2015 übergab Bundespräsident Gauck den Umweltpreis an den Klima- und Meeresforscher Prof. Dr. Mojib Latif und dem Nachhaltigkeitswissenschaftler Prof. Dr. Johan Rockström. Den Ehrenpreis erhielt Prof. em. Dr. Michael Succow für sein lebenslanges Naturschutz Engagement.

Anträge

Über die Website dbu.de können Anträge auf zwei Wegen eingereicht werden:

    • Online-Einreichung. Für einen Förderungsantrag ist zuvor eine Registrierung notwendig. Als Vorteile benennt die Homepage selbst unter anderem: papierlos, umweltfreundlich, schnell, günstig.
    • Post-Einreichung. Eine Übersendung ist auch auf herkömmlichen Weg möglich. Dazu ist eine Projektskizze anzufertigen. Diese soll den Empfänger der Förderung, eine Kostenkalkulation, Angaben zur Durchführung, die Zielsetzung und den Ist-Stand des Wissens enthalten.

Als Antragssteller kommen natürliche und juristische Personen gleichermaßen in Betracht. Ein Eigenanteil muss eingebracht werden. Zur Entscheidungsfindung werden nicht selten externe Gutachter herangezogen. Insofern bestimmte Gutachter nicht für eine Entscheidung zu Rate gezogen werden sollen, kann die Stiftung dieses berücksichtigen.

Deutsche Bundesstiftung Umwelt

An der Bornau 2

49090 Osnabrück

Hompage der Deutschen Bundesstiftung Umwelt

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