01.08.2016 | Von Die Stiftung

Von Aktien bis Zinsprodukte

Mikrofinanz
Bei kaum einer anderen Anlage ist der Zusammenhang mit einer nachhaltigen Entwicklung so direkt wie bei Mikrofinanz-Investments. Umso bedauerlicher ist es daher, dass das Angebot hier vergleichsweise gering ist. Gerade einmal zwei Mikrofinanzfonds sind nach Angaben der Plattform www.nachhaltiges.investment.org in Deutschland derzeit zum Vertrieb zugelassen. Zusätzlich gibt es die Möglichkeit, über Sparbücher in diesen Bereich zu investieren. Stiftungen müssen allerdings beachten, dass Mikrofinanzfonds nicht in Aktien oder Anleihen, sondern in Kredite investieren.

nachhaltiger
Zahlreiche Stiftungen tätigen Immobilieninvestments

Immobilien & Grundbesitz
Im Hinblick auf die Wertsteigerungen und die regelmäßigen Einkünfte zur Finanzierung der Stiftungstätigkeit spielen Immobilien eine wichtige Rolle. Für einzelne Objekte gibt es Nachhaltigkeitszertifikate, z.B. das Gütesiegel der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB; siehe auch www.dgnb-system.de). Stiftungen, die beim Kauf von Immobilien ökologische und soziale Kriterien berücksichtigen wollen, können sich an solchen Siegeln orientieren. Am Markt erhältlich sind zudem einige nachhaltige Immobilienfonds sowie nach Nachhaltigkeitskriterien bewertete Real Estate Investment Trusts (REITs). Das sind Aktiengesellschaften, deren Hauptaktivität darin besteht, Immobilien zu besitzen und/oder zu verwalten.

Anlagen in Land sind derzeit vorrangig in direkter Form möglich. Wer hierbei auf Nachhaltigkeitskriterien Wert legt, kann sich an den Siegeln für einen nachhaltigen Landbau, z.B. Naturland, orientieren. So kann man sicherstellen, dass das Land umweltverträglich bewirtschaftet wurde. Im Bereich der indirekten Anlagen ist das Angebot sehr klein. Grundsätzlich besteht die Möglichkeit, die Aktien von Unternehmen zu kaufen, die in der Landwirtschaft aktiv sind. Diese börsennotierten Gesellschaften sind aber oft industriell geprägt und daher selten auf eine nachhaltige Landwirtschaft beziehungsweise Bodenbewirtschaftung ausgerichtet.

Forst
Stiftungen, die in nachhaltig bewirtschaftete Forstflächen investieren wollen, bietet sich eine ganze Reihe von Möglichkeiten. Wer direkt Waldflächen kaufen möchte, kann sich beispielsweise am Siegel des Forest Stewardship Council (FSC) oder am Programme for the Endorsement of Forest Certification (PEFC) orientieren. Beide Zertifizierungen setzen Standards, die über gesetzliche Mindestanforderungen hinausgehen, und fördern damit die nachhaltige Bewirtschaftung der Wälder. Auch über offene und geschlossene Waldfonds, Waldsparbücher und vergleichbare Anlagen haben die Anleger die Möglichkeit, von Wertentwicklungen bei Holz und Waldflächen zu profitieren.

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