29.08.2012 | Von Die Stiftung

Goldene Zukunft für hochwertige Dividenden-Aktien

Anlegen in Zeiten negativer Realzinsen – das stellt viele Anleger vor völlig neue Herausforderungen. Die extrem expansive Notenbankpolitik hat die nominalen Renditen von Zinsanlagen hoher Bonität in weiten Teilen der Welt unter die Inflationsraten gedrückt. Wer sein Vermögen weiter in Festgeld und Bundesanleihen investiert oder gar aufs Sparbuch legt, verliert zwangsläufig an Kaufkraft. Die Lösung des Problems: Sachwerte – vor allem dividendenstarke Aktien von Unternehmen mit viel Substanz und starker Wettbewerbsposition.

Anlegen in Zeiten negativer Realzinsen das stellt viele Anleger vor völlig neue Herausforderungen. Die extrem expansive Notenbankpolitik hat die nominalen Renditen von Zinsanlagen hoher Bonität in weiten Teilen der Welt unter die Inflationsraten gedrückt. Wer sein Vermögen weiter in Festgeld und Bundesanleihen investiert oder gar aufs Sparbuch legt, verliert zwangsläufig an Kaufkraft. Die Lösung des Problems: Sachwerte vor allem dividendenstarke Aktien von Unternehmen mit viel Substanz und starker Wettbewerbsposition.

Ein breit gestreutes Portfolio aus Sachwerten sollte aus unserer Sicht mehr denn je geeignet sein, das Kapital in den nächsten Jahren vor Kaufkraftverlust und Systemrisiken zu schützen. Zu den Sachwerten zählen Edelmetalle, Rohstoffe, Immobilien, aber vor allem Aktien. Leider sind all diese Anlageformen Wertschwankungen unterworfen. Doch wer neben der breiten Streuung auch auf Qualität bei der Auswahl achtet, bei dem sollte die Volatilität in erträglichem Rahmen bleiben.

Welches Risiko schwiegt schwerer?
Um hier die richtige Perspektive einzunehmen, sollten sich Anleger derzeit vor allem eine Frage beantworten: Welches Risiko wiegt langfristig schwerer – die temporären Schwankungen eines Sachwerte-Portfolios oder die kontinuierliche Enteignung über negative Realzinsen? Oder konkret: Was bringt im Depot auf Sicht von mehreren Jahren mehr Sicherheit und Rendite? Eine Aktie etwa der Münchner Rück, die seit 1969 noch nie Ihre Dividende reduziert hat, eine gesunde Bilanz aufweist und einen hohen Cash Flow generiert – oder Staatsanleihen europäischer Länder?

Niedrigzinsen sind gut für dividendenstarke Aktien
Vor allem Aktien erscheinen uns derzeit überaus attraktiv. Die aktuelle und wahrscheinlich lange anhaltende Politik der Niedrigzinsen dürfte insbesondere dividendenstarke Werte in den Fokus der Anleger rücken. Wer in erstklassige Unternehmen mit guter und nachhaltiger Dividendenrendite investiert, kombiniert die Vorzüge von Sachwerten mit dem Bonus der attraktiven jährlichen Ausschüttung. Im Durchschnitt beträgt die Dividendenrendite europäischer Unternehmen aktuell rund 4% – weit mehr als die Rendite der fünfjährigen Bundesanleihe, die derzeit knapp unter 0,7% im Jahr verharrt.

Die Ausschüttung allein ist nicht entscheidend
Bei der Selektion von Unternehmen verfolgen wir einen fundamentalen und sehr konservativen Analyseprozess. Um erstklassige Unternehmen zu finden, ist nicht die Dividendenrendite allein ausschlaggebend. Entscheidend ist vielmehr, dass ein Unternehmen in der Lage sein muss die Ausschüttung zuverlässig und nachhaltig zu erwirtschaften. Außer einer gesunden Bilanzstruktur ist dazu eine solide Position im Wettbewerb unabdingbar.

Auch die Macht, Preise zu setzen – also die Möglichkeit, steigende Produktionskosten an die Kunden weiterzugeben –, ist vor dem Hintergrund künftiger Inflationsrisiken von hoher Bedeutung. Schließlich betrachten wir die Historie eines Unternehmens: Wie sah die Dividendenpolitik der vergangenen Jahre aus? Bei der Auswahl bevorzugen wir Unternehmen, die über verschiedene Konjunkturzyklen hinweg die angekündigten Dividenden tatsächlich bezahlt haben.

Hochwertiges Aktienportfolio, geringe Volatilität
Der konservative Auswahlprozess wird also nicht (automatisch) die dividendenstärksten Aktien bevorzugen. Vielmehr führt er zu einem qualitativ hochwertigen Aktienportfolio, das sich zudem durch attraktive Dividendenzahlungen auszeichnet. Die Wertschwankungen dieses Portfolios sollten, wie in der Vergangenheit, auch künftig deutlich niedriger ausfallen als beim breiten Aktienmarkt. Eine Dividendenrendite von etwa 4 – 4,5% ist mit dieser konservativen Anlagepolitik derzeit gut erreichbar.

Markus Steinbeis ist Fondsmanager des Arbor Invest-Substanzwerte bei der Huber, Reuss & Kollegen Vermögensverwaltung. Er startete seine berufliche Laufbahn 1997 im Bereich Wealth Management der Dresdner Bank in Frankfurt und war später Fondsmanager bei Pioneer Investments, zuletzt als Leiter des Teams „Aggressive Balanced and Real Assets“. Damit verfügt Markus Steinbeis über langjährige Erfahrung im Management von Publikumsfonds und Spezialfonds für institutionelle Kunden. Er erhielt bereits zahlreiche Auszeichnungen für Aktien- und Mischfonds.

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