03.10.2016 | Von Die Stiftung

Nachhaltig ist einfach besser

Trotz der zunehmenden Popularität von nachhaltigen Investments herrschen nach wie vor viele Vorurteile, was ihre Rentabilität betrifft. Das ist falsch und berücksichtigt weder die Risikominimierung noch den Impact, die bei nachhaltigem Investieren praktisch inklusive sind.

Insbesondere der Fokus auf nachhaltige Investments ist den Braunschweiger Experten wichtig. „Nachhaltig orientierte Anlagen sind sicherer und können letztlich besser rentieren“, so der 39-jährige Anlagespezialist. Damit bezieht er sich auf Vorurteile, die immer noch vorzuherrschen scheinen. Das wohl hartnäckigste ist dabei die Annahme, der Fokus auf Nachhaltigkeit in der Geldanlage gehe zulasten der Rendite. Dies ist jedoch nicht der Fall. Zahlreiche Studien untermauern dies, wie beispielsweise zuletzt die Meta-Studie des Research-Centers der Steinbeiss Hochschule Berlin. Gerade auf langfristige Zeiträume betrachtet, können Investments, die nach bestimmten nachhaltigen Kriterien ausgewählt werden, sogar höhere Renditen erzielen. Das liegt vor allem daran, dass Nachhaltigkeit ein zusätzlicher Risikofilter ist und potenzielle Unwägbarkeiten besser sichtbar werden.

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Die Braunschweiger Privatbank bewertet beispielsweise Unternehmen und deren Geschäftsmodelle nicht nur nach wirtschaftlicher Stabilität, sondern auch nach sozialen, ökologischen und ethischen Aspekten, welche Nachhaltigkeit greifbar und bis zu einem gewissen Grad auch messbar machen. Selbst die Qualität der Unternehmensführung wird dabei berücksichtigt. Durch diese ESG-Filter lassen sich einige Risiken – wie das Reputationsrisiko für Stiftungen in Sachen Ethik– sogar eliminieren: Durch den Ausschluss sämtlicher Unternehmen, die an der Waffenindustrie, Kernenergie, Alkohol, Tabak, Glücksspiel, Pelzhandel, Pornographie und Abtreibung beteiligt sind, sinkt die Chance rapide in ethisch fragwürdige Unternehmen investiert zu sein. Denn es wäre fatal, sollte eine Stiftung zugunsten von Kriegsopfern an Unternehmensgewinnen aus Rüstungsgeschäften beteiligt sein. Dennoch ist pauschales Investieren oder blindes Streuen hier fehl am Platz. Sorgfältige Analyse, profundes Research, individuell gestaltete Selektion der Titel im Portfolio und ein erstklassiges Risikomanagement sind vielmehr die bestimmenden Vorgehensweisen.

Zudem sind kontroverse Geschäftspraktiken auf Dauer gesehen sehr kostspielig. „Wenn man sich an solchen Kriterien stringent orientiert, sind sogar renditeträchtige Investments in Private-Equity-Beteiligungen möglich. Die Braunschweiger Privatbank tätigt diese allerdings nur, wenn die Private-Equity Konstruktion einen Nachhaltigkeitssiegel hat“, erklärt Riechers weiter.

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