15.12.2011 | Von Die Stiftung

VIA Stiftungsfonds UI (WKN: 589 692)

Der VIA Stiftungsfonds zählt zur Gruppe der defensiven Mischfonds. Als Depotbank fungiert die HSH Nordbank, entsprechend sind im Anlageausschuss des Fonds laut Verkaufsprospekt drei Vertreter der HSH Nordbank vertreten sowie darüber hinaus ein Mitarbeiter der in Hannover ansässigen imug Beratungsgesellschaft für sozial-ökologische Innovationen.

Der Fonds investiert in Aktien (maximal 30% sind möglich), Renten, Fondsanteile, Zertifikate und Barvermögen, ist also in der Auswahl der Instrumente relativ frei. Diese erfolgt, so steht es zu lesen, auch unter “Zuhilfenahme quantitativ-technischer Anlagestrategien”. Im Klartext heißt das: Der Computer sucht und findet mittelfristige Trends an den europäischen Aktien- oder Anleihemärkten, und auf diese Trends setzt das Fondsmanagement dann durch den Kauf von Aktien bzw. Rentenpapieren. Aktuell sind knapp 5% in Aktien allokiert, hier unter anderem in Titeln wie Volkswagen, Deutsche Post, ENI oder BilfingerBerger.
Im Rentenbereich sind gut zwei Drittel der Gelder angelegt, hier dominieren Deutschland (23,9%), die Niederlande (10,7%) sowie Frankreich mit 7,8%. Gut gefällt die Laufzeitstruktur. Papiere mit Restlaufzeiten bis zu drei Jahren machen mehr als 50% der Rentenallokation aus.

Der Vergleichsmaßstab des Fonds ist ein Mischindex, der sich zu 30% aus dem Euro Stoxx 50 (also einem Aktienindex) sowie 70% aus dem REX P (deutscher Rentenindex) konstituiert. Dieser Maßstab hat den Fonds deutlich hinter sich gelassen, was an der im Vergleich höheren Aktienquote gelegen haben dürfte.

Das allein wäre allerdings kein Problem, hätte der VIA Stiftungsfonds nicht seit 2007 Schwierigkeiten, die bis dahin im Stiftungssinne hervorragende Wertentwicklung zu duplizieren (siehe Abbildung). Dennoch ist die Schwankungsbreite in der Tat gering, derlei wissen Stiftungen zu schätzen. Außerdem ist das Produkt mit reinen Verwaltungsaufwendungen von 0,6% fair gepreist, erst recht, wenn die Performance vergangener Tage zurückkehrt.

Homepage: www.hsh-nordbank.de

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