Der Right Livelihood Award zeichnet 2021 Aktivisten aus, die sich mit hoch aktuellen Themen beschäftigen: Geschlechtergerechtigkeit, Umwelt- und Klimaschutz.

Die Right Livelihood Award Foundation zeichnet in diesem Jahr vier Personen beziehungsweise Organisationen mit dem Right-Livelihood-Award aus. Sie verbinde, dass sie sich nicht nur für Umweltschutz, Minderheiten oder Kinderrechte engagierten, sondern auch, dass sie andere ermutigten, dies ebenfalls zu tun, lautete die Begründung der Stiftung mit Sitz in Stockholm.

Alternativer Nobelpreis für unterschiedliches Engagement

Eine Preisträgerin ist Marthe Wandou aus Kamerun. Seit 30 Jahren setzt sich die Gender- und Friedensaktivistin für die Rechte von Kindern – vor allem Mädchen – im Norden Kameruns ein, indem sie sexualisierte Gewalt bekämpft und Bildungsangebote fördert. Ein weiterer Preisträger in diesem Jahr ist Wladimir Sliwjak, Mitbegründer der russischen Umweltschutzorganisation Ecodefense, die zivilen Widerstand gegen die Kohle- und Atomindustrie in Russland leistet. Außerdem wird die indische Organisation Life ausgezeichnet: Der Zusammenschluss von Juristinnen und Juristen vertritt Gemeinden, die beispielsweise die Abholzung von Wäldern verhindern wollen.

Die vierte Preisträgerin ist Freda Huson aus Kanada, weibliches Oberhaupt der indigenen Wet’suwet’en. Sie setzt sich für den Schutz indigener Gruppen ein und möchte erreichen, dass indigene Völker nicht mehr gezwungen werden, ihr Land zu verlassen, um Platz für die Industrie zu machen. Umweltschutz und Klimawandel sei ein immer wiederkehrendes Motiv bei den eingereichten Projekten und Aktivisten, sagt Ole von Uexküll, Vorsitzender der Right-Livelihood-Stiftung. Mit Blick auf die Klimakonferenz in Glasgow im November sagt er, es sei „unglaublich“ zu sehen, „wie die fossile Energiewirtschaft immer weiter schreitet und versucht, neue Quellen aufzutun“. Dass Menschen sich erfolgreich dagegen wehrten, stimme hoffnungsvoll.

Für ihr Engagement bekommen die Preisträger jeweils rund 100.000 Euro. Seit 1980 wird der Right Livelihood Award verliehen. In Deutschland ist er als „Alternativer Nobelpreis“ bekannt, obwohl er mit dem Original-Nobelpreis nichts zu tun hat. Berühmteste Preisträger in den vergangenen Jahren waren Greta Thunberg und Edward Snowden.0430

Aktuelle Beiträge

Alles Wichtige für Entscheider aus dem Stiftungswesen - Kompetent und unabhängig - Jeden Monat neu
NEWSLETTER KOSTENLOS ABONNIEREN
Alles Wichtige für Entscheider aus dem Stiftungswesen - Kompetent und unabhängig - Jeden Monat neu
NEWSLETTER KOSTENLOS ABONNIEREN