Starke Kritik an der Deutschen Stiftung Organtransplantation

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Die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) trage Mitschuld an den momentan niedrigen Organspenderzahlen, da Missmanagement das Vertrauen in das Spendensystem zerstöre. Dies war einer der Kernvorwürfe eines ZDF-Beitrags vom 14. Juli. In Frontal21 wurden der Stiftung außerdem ein katastrophales und von Angst geprägtes Arbeitsklima, schlechte Betreuung der Angehörigen der Spender, unterlassenes Fehlermanagement der Organdiagnostik und unzureichende Entwicklung, Transparenz und Sicherheit vorgeworfen. Der Beitrag berief sich hierbei auf Interviews, Emails und Gespräche mit intern sowie extern involvierten Personen.

Bei der DSO stoße dies laut einer offiziellen Reaktion der Pressestelle auf „Unverständnis und breite Ablehnung“. Sie werfen dem ZDF-Beitrag vor, die Organspende in Verruf zu bringen und die Arbeit der Deutschen Stiftung Organtransplantation zu diskreditieren. Der Beitrag sei außerdem „fehlerhaft und journalistisch fragwürdig“, so der DSO-Vorstand. Einzelfälle von ehemaligen Mitarbeitern würden „instrumentalisiert und als allgemeingültig dargestellt“, wirft der Gesamtbetriebsratsvorsitzende, Christian Brandtner, dem ZDF im offiziellen Presseschreiben vor.

Zwischen 2010 und 2014 hat eine große Zahl an Mitarbeitern und Ärzten die Deutsche Stiftung Organtransplantation verlassen. Die Gründe bleiben unklar.

www.dso.de

www.zdf.de/ZDFmediathek#/beitrag/video/2447644/Frontal21-Sendung-vom-14-Juli-2015