Peter-Fuld-Stiftung erhält neuen Vorstand

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Die Frankfurter Peter-Fuld-Stiftung hat einen neuen Vorstand sowie eine neue Geschäftsführung gewählt. So wurde Kenan Önen (59) zum geschäftsführenden Vorstand berufen; zum Vorstandsvorsitzenden wurde Borislav Ivanov (33) gewählt. Regine Rang (42) vervollständigt das dreiköpfige Gremium.

Kenan Önen ist der neue geschäftsführende Vorstand. Foto: Peter-Fuld-Stiftung

Kenan Önen saß zuvor bereits im Kuratorium der Stiftung. Der Politik- und Sozialwissenschaftler leitete von 2001 bis 2012 die zur Hertie-Stiftung gehörende Start-Stiftung und von 2012 bis 2016 die von ihm gegründete Bildung-Kickt gGmbH. Zuletzt war er als Bildungskoordinator des Main-Taunus-Kreises tätig. Der Portfoliomanager Borislav Ivanov ist seit 2016 Vorstandsmitglied. Neu in den Vorstand wählte das Kuratorium die Rechtsanwältin Regine Rang. Gabriele Buchholz und Brigitte Wösthoff traten nach langjährigem Engagement für die Peter-Fuld-Stiftung aus dem Vorstand aus. Der Vorstand wird von einem Kuratorium beratend unterstützt. Derzeitige Mitglieder des Kuratoriums sind der Hanauer Unternehmer Wolfgang Knof, Pianist und Hochschulprofessor Axel Gremmelspacher und Kommunikationsberaterin Sara Günnewig.

Peter-Fuld-Stiftung wird 50 Jahre alt

Der Frankfurter Stifter Peter Fuld hat in seinem Leben selbst Diskriminierung erfahren: Er wurde von den Nazis als „Halbjude“ eingestuft. Foto: wikimedia / GaBuchholz

Die Peter-Fuld-Stiftung wurde 1969 gegründet und feiert in diesem Jahr ihr 50. Jubiläum. Eine Feststunde wird am 25. Oktober stattfinden.

„Wir haben viel vor“, erklärt Geschäftsführer Kenan Önen. „Fünfzig Jahre Peter-Fuld-Stiftung sind ein Grund zum Feiern und gleichzeitig ein guter Anlass, die Stiftung fit für die kommenden Jahre zu machen.“ Der Vorsitzende des Vorstands Ivanov ergänzt: „Seit fast einem halben Jahrhundert setzt sich die Peter-Fuld-Stiftung für junge Menschen ein, die aufgrund ihrer Herkunft einen Nachteil haben und für die sich der Weg ins Berufsleben deswegen schwieriger gestaltet. Das Thema ist heute so aktuell wie damals.“

Stifter Peter Fuld, geboren 1921 in Frankfurt, hatte als Sohn eines jüdischen Kaufmanns selbst Diskriminierung erfahren und auch das Leiden geflüchteter Menschen im Exil erlebt. Er entschied sich, einen Teil seines Erbes dafür einzusetzen, dass es jungen Menschen in ähnlichen Situationen besser ergeht.

Über die Peter-Fuld-Stiftung

Die Frankfurter Peter-Fuld-Stiftung wurde 1969 gegründet. Im Sinne des Stifters Peter Fuld fördert die Stiftung junge Menschen, die aufgrund ihrer Herkunft benachteiligt sind, in ihrer Bildung. Die Stiftung vergibt Stipendien an Studierende und Auszubildende, die ohne finanzielle Hilfe ihr Studium oder ihre Ausbildung nicht beenden können. Außerdem fördert sie lokale Projekte, die darauf abzielen, dass junge Menschen trotz schwierigerer Startbedingungen eine gute Bildung erhalten und ihren Weg ins Berufsleben finden. Auch zum interkulturellen Verständnis möchte die Stiftung beitragen, um so Diskriminierung vorzubeugen.

www.peterfuldstiftung.de