Carl-Friedrich-von-Siemens-Stiftung mit neuer Geschäftsführerin

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Isabel Pfeiffer-Poensgen ist neue Geschäftsführerin der Carl-Friedrich-von-Siemens-Stiftung. Sie folgt auf Marcel Lepper, den die Gremien im Februar zunächst fristlos entlassen hatte. Die parteilose Juristin war von 2017 bis 2022 Ministerin für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, zuvor leitete sie seit 2004 als Generalsekretärin die Kulturstiftung der Länder in Berlin. 2018 kürte sie der deutsche Hochschulverband zur „Wissenschaftsministerin des Jahres“. Im September 2023 erhielt sie den Deutschen Kulturpolitikpreis des Deutschen Kulturrats.

„Geplante Reform umsetzen“

„Die Carl-Friedrich-von-Siemens-Stiftung ist eine bedeutende Förderin der Wissenschaften. Mit meiner Erfahrung möchte ich dazu beitragen, den aktuellen Herausforderungen, vor denen die Stiftung steht, zu begegnen“, wird Pfeiffer-Poensgen zitiert. „Ich bin gespannt, die Stiftungsarbeit im Detail kennenzulernen und freue mich darauf, gemeinsam mit den Stiftungsgremien und dem Team die Förderprogramme zeitgemäß und zukunftsgerichtet weiterzuentwickeln.“ Auch der Vorstandsvorsitzende Thomas O. Höllmann spricht das Thema Veränderung an: „Wir freuen uns, dass wir mit Isabel Pfeiffer-Poensgen eine erfahrene und ausgewiesene Führungspersönlichkeit gewinnen konnten, mit der wir die geplanten Reformen in der Stiftung umsetzen können.“

Kritischer Blick auf Geschichte und Governance

Die Carl-Friedrich-von-Siemens-Stiftung ist eine unabhängige Einrichtung zur Förderung der Wissenschaften mit Sitz in München. Ernst von Siemens gründete sie 1958 in Erinnerung an seinen Vater. Die Stiftung war nach der Entlassung des Literaturwissenschaftlers Lepper im Februar Gegenstand umfassender Berichterstattung. Im Zentrum standen dabei der Umgang mit der Stiftungsgeschichte und Fragen der Stiftungspraxis und Reformansätze. Die Stiftung war mehr als zwei Jahrzehnte lang durch den neurechten Publizisten Armin Mohler geprägt worden. Dessen Wunschnachfolger Heinrich Meier leitete die Geschicke im Haus Nummer 23 am Südlichen Schloßrondell Jahre lang.