Marianne Schröter leitet von September 2025 an das Direktorat der Franckeschen Stiftungen in Halle an der Saale. Schröter wurde 1969 in Halle geboren und hat Musik und Theologie studiert. Im Anschluss an ihr Studium arbeitete sie als Wissenschaftlerin an mehreren Universitäten und Forschungseinrichtungen. Von 2013 an war Marianne Schröter Geschäftsführerin der Stiftung Leucorea in Wittenberg, der Wissenschaftsstiftung des Landes Sachsen-Anhalt.
Im Jahr 2023 wechselte sie in den Vorstand des Domstifts Brandenburg, das zur Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz gehört. Als Vorständin für Kultur, Bildung und Wissenschaft ist sie dort für alle Aktivitäten und Bereiche zuständig, die das religiöse und kulturell-wissenschaftliche Programm des Domstifts einschließlich seiner Bildungs- und Vermittlungsaufgaben ausfüllen. Dazu gehören auch das Domstiftsarchiv und die Bibliothek, sowie das Dommuseum, der Textilienschatz und die Dommusik.
Areal zählt über 50 Gebäude
Die Franckeschen Stiftungen wurden 1698 von dem evangelischen Theologen und Pädagogen August Hermann Francke unter anderem für Waisenkinder gegründet. Heute beschäftigt die Einrichtung rund 150 Personen. Zur Stiftung gehören über 50 Gebäude nahe der Halleschen Altstadt. Darunter befinden sich ein Waisenhaus, Schulen und Internate, eine Bibliothek, eine Kunst- und Naturalienkammer, sowie Wirtschafts- und Fürsorgebetriebe.
Die europaweit einzigartige Organisation wird wegen ihrer historischen Sammlungen in barocker Schularchitektur und ihren kulturellen Ausstellungen, sowie den pädagogischen und sozialen Projekten als Bildungskosmos bezeichnet. Darüber hinaus beteiligen sich die Franckeschen Stiftungen an öffentlichen Debatten zu den Themen demokratische Bildung, gesellschaftliche Teilhabe und nachhaltiges Handeln.
