Prof. Daniel Strech wird zum 1. April 2026 neues Vorstandsmitglied der Else Kröner-Fresenius-Stiftung (EKFS) in Bad Homburg und folgt damit auf Prof. Michael Madeja, dessen Amtszeit zum 31. Dezember 2025 turnusgemäß endete. Madeja bleibt der Stiftung in Ausschüssen verbunden. Künftig besteht der Stiftungsvorstand aus Tanja Dangmann und Daniel Strech. Dangmann gehört dem Gremium seit 2021 an.
Arzt und Philosoph
Der 1975 geborene Strech ist Professor für Meta-Research und Translationale Bioethik am Berlin Institute of Health in der Charité und stellvertretender Direktor des Quest Centers, das sich der Verbesserung der Qualität und Vertrauenswürdigkeit biomedizinischer Forschung widmet. Nach seinem Studium der Humanmedizin und Philosophie an der Universität Düsseldorf arbeitete er als Arzt in der Psychiatrie an der Charité. 2007 promovierte er im Fach Philosophie. Nach Positionen an der Universität Tübingen und an der Medizinischen Hochschule Hannover habilitierte sich Strech 2011. Von 2014 bis 2018 leitete er eine Professur für Ethik und Governance in der biomedizinischen Forschung an der Medizinischen Hochschule in Hannover, bevor er 2018 auf die Professur am Berlin Institute of Health berufen wurde.
Im Vorstand der Stiftung übernimmt Strech künftig den wissenschaftlichen und humanitären Aufgabenbereich sowie die Öffentlichkeitsarbeit, während Dangmann weiterhin für Recht, Personal, Beteiligungsverwaltung und Administration verantwortlich ist. „Die EKFS steht für medizinisch-wissenschaftliche Förderung mit höchsten Qualitätsansprüchen ebenso wie für die Unterstützung humanitärer Projekte zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen – und genau das motiviert mich besonders“, sagt Strech laut Pressemitteilung der Stiftung. „Die neue Aufgabe ist für mich vor allem eine Chance, diese Ansprüche gezielt zu stärken und sichtbar zu machen. Ich möchte dazu beitragen, dass innovative Forschungsideen nicht nur entstehen, sondern als qualitativ hochwertige und verlässliche Forschung auch wissenschaftliche und gesellschaftliche Wirkung entfalten.“
Größte Fresenius-Aktionärin
Die gemeinnützige Else-Kröner-Fresenius-Stiftung wurde 1983 von der Unternehmerin Else Kröner gegründet und von ihr testamentarisch zur Alleinerbin eingesetzt. Else Kröner war die Ziehtochter des Firmengründers Eduard Fresenius und baute dessen pharmazeutisches Unternehmen zu dem heutigen internationalen Gesundheitskonzern Fresenius aus, der unter anderem Krankenhäuser betreibt sowie Dialyseleistungen, Arzneimittel und Medizinprodukte anbietet.
Beteiligungsträgerstiftungen wie die Else-Kröner-Fresenius-Stiftung halten große Anteile an Unternehmen. Welche Erfahrungen haben sie mit dieser besonderen Form der Kapitalanlage gemacht? Wir haben bei drei großen Stiftungen nachgefragt.
Stiftungszweck ist die Förderung der medizinischen Wissenschaft – insbesondere von Forschung und Behandlung von Krankheiten sowie der Entwicklung medizinischer Geräte und Präparate – sowie die Unterstützung medizinisch-humanitärer Projekte und mildtätiger Zwecke.
Die EKFS hat bislang laut eigener Angabe rund 2.800 Projekte gefördert und verfügt aktuell über ein jährliches Fördervolumen von rund 60 Millionen Euro, wobei die Mittel überwiegend aus Dividenden des Fresenius-Konzerns stammen, dessen größte Aktionärin die Stiftung ist.
