Zum 1. Januar 2027 übernimmt die Kunst- und Architekturhistorikerin Anne Schmedding den Vorstandsvorsitz der Bundesstiftung Baukultur. Das hat der Stiftungsrat beschlossen. Schmedding folgt auf den Architekten und Stadtplaner Reiner Nagel, der die Stiftung seit dem 1. Mai 2013 führt.
Mit Schmedding rückt eine Kennerin an die Spitze der Organisation. Von 2017 bis 2019 war sie bereits stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Bundesstiftung Baukultur. Zuvor arbeitete sie von 2013 an als freie Mitarbeiterin für die Stiftung und war dort unter anderem an der Erstellung der Baukulturberichte beteiligt. Schmedding lehrt Architekturtheorie und -geschichte an der TU Braunschweig. Aktuell ist sie als Beauftragte des Vorstands der Stiftung Berliner Leben tätig.
Für die Qualität der gebauten Umwelt
„Mit Anne Schmedding haben wir eine qualifizierte und hochmotivierte Führungskraft gewonnen, die neue Impulse für den baukulturellen Diskurs und städtebauliche, planerische, bau- und wohnungswirtschaftliche Qualitätsmaßstäbe in die Stiftung einbringt“, sagte Sören Bartol, Vorsitzender des Stiftungsrats und Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesbauministerium laut Pressemitteilung. Zugleich würdigte er Nagel, der der Stiftung in mehr als 13 Jahren „ein deutliches Profil und eine vernehmbare Stimme in Politik, Fachwelt und Öffentlichkeit verliehen“ habe.
Schmedding selbst sagte, Baukultur gehöre „in die Mitte der Gesellschaft“. Gut gestaltete Lebensräume, die das Miteinander förderten, seien für eine stabile Demokratie wichtiger denn je.
Die Bundesstiftung Baukultur mit Sitz in Potsdam wurde durch Bundesgesetz im Jahr 2006 gegründet. Sie ist eine rechtsfähige Stiftung des öffentlichen Rechts. Nach dem Errichtungsgesetz stellte der Bund ein Stiftungskapital von 250.000 Euro zur Verfügung. Darüber hinaus soll die Stiftung auch Zuwendungen und Spenden Dritter einwerben.
Die Stiftung setzt sich nach eigenen Angaben für die Qualität der gebauten Umwelt ein und fördert dazu Debatten, Publikationen und Veranstaltungen. Zu ihren zentralen Instrumenten gehört der zweijährlich erscheinende Baukulturbericht. Ein aktuelles Beispiel für ihre Arbeit ist die Baukultur Sommerreise 2026, bei der das Stiftungsteam Projekte und Initiativen in mehreren Regionen Deutschlands besucht.
