Bundestrainer Jürgen Klopp ist in das Kuratorium der DFB-Stiftung Sepp Herberger berufen worden. Das Präsidium des Deutschen Fußball-Bunds (DFB) hat den 59-Jährigen zum Mitglied des stiftungsinternen Beratungsgremiums ernannt. Das Kuratorium wird von DFB-Präsident Bernd Neuendorf geleitet und umfasst 25 Persönlichkeiten aus Fußball, Politik und Gesellschaft. Dazu gehören unter anderem Nationalspielerin Laura Freigang, die frühere Kulturstaatsministerin Claudia Roth und Johannes Ebert, Generalsekretär des Goethe-Instituts.
Von Mainz über Red Bull zum Bundestrainer
Klopp spielte von 1990 bis 2001 für den 1. FSV Mainz 05 und übernahm dort anschließend das Traineramt. 2008 wechselte er zu Borussia Dortmund, von 2015 bis 2024 trainierte er den FC Liverpool. Danach war Klopp als „Head of Global Soccer“ für den österreichischen Getränkekonzern Red Bull tätig und verantwortete dort das internationale Netzwerk der Red-Bull-Fußballklubs. Seit August 2026 ist er Bundestrainer der deutschen Nationalmannschaft. Auch abseits des Platzes engagiert sich Klopp. Er ist Botschafter der Initiative „Respekt! Kein Platz für Rassismus“. 2019 schloss er sich zudem Common Goal an. Die Mitglieder der Initiative spenden ein Prozent ihres Einkommens für soziale Projekte.
Agapedia-Stiftung und SV-Werder-Bremen-Stiftung wären ohne Fußball undenkbar. Doch die Verbindung reicht tiefer. Ein Gespräch über Sport, Stiftungsarbeit und gesellschaftliche Wirkung.
„Die Bereitschaft von Jürgen Klopp, direkt zu Beginn seiner neuen Tätigkeit dem Kuratorium beizutreten, ist eine besondere Wertschätzung für das Lebenswerk von Sepp Herberger und das Wirken unserer Stiftung“, wird DFB-Vizepräsident Ralph-Uwe Schaffert in der Pressemitteilung der Stiftung zitiert. Zugleich unterstreiche die Berufung, welchen Stellenwert gesellschaftliche Verantwortung für den DFB habe.
Teil der Stiftungsfamilie
Die DFB-Stiftung Sepp Herberger wurde 1977 kurz vor Herbergers Tod gegründet. Sie erinnert an den früheren Nationalspieler und Nationaltrainer. Die Stiftung fördert Projekte in den Bereichen Handicap-Fußball, Resozialisierung, Nachwuchsarbeit in Schulen und Vereinen sowie Unterstützung für in Not geratene Mitglieder der Fußballfamilie. Zu ihren Projekten zählen die Blindenfußball-Bundesliga, die Fußball-Inklusionstage und die Resozialisierungsinitiative „Anstoß für ein neues Leben“. Nach eigenen Angaben finanziert sich die Stiftung vor allem aus Zuwendungen des DFB, Erträgen des Stiftungskapitals und Spenden.
Neben der Sepp-Herberger-Stiftung unterhält der DFB zwei weitere Stiftungen. Die DFB-Stiftung Egidius Braun, benannt nach dem DFB-Präsidenten von 1992 bis 2001, konzentriert sich auf Jugend- und Bildungsarbeit, internationale Austauschformate sowie soziale Hilfsprojekte im In- und Ausland. Die DFB-Kulturstiftung fördert Projekte an der Schnittstelle von Fußball, Kunst, Geschichte und politischer Bildung – etwa Ausstellungen, Erinnerungsarbeit und Programme gegen Diskriminierung.
