Jochen Paleit verlässt Heinz-Sielmann-Stiftung

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Jochen Paleit, Vorstandsvorsitzender der Heinz-Sielmann-Stiftung, hat die Stiftung zum 30. September auf eigenen Wunsch verlassen. Das teilt die gemeinnützige Organisation in einer Pressemitteilung mit. Seit dem 1. Oktober hat zunächst Vorständin Carolin Ruh seine Aufgaben übernommen. Die Position des Vorstandsvorsitzenden soll neu besetzt werden.

Paleit war erst zum 1. September 2024 an die Spitze der Stiftung berufen worden, die ihren Sitz in Dudenhofen bei Göttingen hat. Der studierte Landschaftsarchitekt und frühere Bürgermeister sollte vom Standort Elstal in Brandenburg aus insbesondere die Stiftungsarbeit in den Bereichen Naturschutz und Biodiversität weiterentwickeln.

Zum Abschied sagte Paleit laut Stiftung: „Gemeinsam haben wir unsere Naturschutzziele geschärft, neue Wilde Weiden etabliert und unsere Naturschutzgroßprojekte sowie die Biotopverbünde vorangebracht.“ Besonders wichtig sei ihm gewesen, „den Schutz der biologischen Vielfalt noch stärker mit dem natürlichen Klimaschutz zu verbinden“.

Der Vorsitzende des Stiftungsrats, Fritz Brickwedde, dankte Paleit für zwei richtungsweisende Jahre und verwies auf den Jahresabschluss 2025. Vergangenes Jahr habe die Stiftung einen Zuwachs an Spenden, Bundes- und Landesmitteln, Projekten sowie Mitarbeitern verzeichnet. Der Finanzbericht 2025 weist ein Grundstockkapital von 13,9 Millionen Euro und Rücklagen von 56,9 Millionen Euro aus.

Carolin Ruh gehört dem Vorstand seit Januar 2019 an. Sie verantwortet die Bereiche Kommunikation, Fundraising, Finanzen und Organisation sowie den Stiftungssitz Gut Herbigshagen. Seit 1. Oktober 2026 ist sie laut Vertretungsbescheinigung zunächst alleiniges Vorstandsmitglied.

Die Heinz-Sielmann-Stiftung wurde 1994 von dem Tierfilmer, Kameramann und Publizist Heinz Sielmann und seiner Frau Inge gegründet. Beide sind mittlerweile verstorben. Die operative Stiftung beschäftigte im vergangenen Jahr 99 Mitarbeiter und setzt sich bundesweit für den Schutz der biologischen Vielfalt ein, sichert Lebensräume, entwickelt Biotopverbünde und betreibt Umweltbildung. Ein Beispiel ist die Döberitzer Heide westlich von Berlin, wo auf rund 3.600 Hektar mit großen Pflanzenfressern artenreiche Offenlandschaften erhalten werden.