Eugen-Biser-Stiftung: Wechsel an der Spitze des Stiftungsrats

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Mit Heiner Köster verabschiedet sich einer der Mitgründer aus dem Vorsitz des Stiftungsrats der Eugen-Biser-Stiftung. Er ist seit 2002 in der Stiftung aktiv. Sein Nachfolger ist der Theologe Martin Arneth.

Besonders wichtig war es Köster laut Pressemitteilung der Stiftung, das Werk des 2014 verstorbenen Theologen und Religionsphilosophen Eugen Biser zu bewahren, zu verbreiten und weiterzuentwickeln sowie sich für den interreligiösen Dialog einzusetzen. Die Stiftung hebt besonders seine Verdienste um das „Lexikon des Dialogs. Grundbegriffe aus Christentum und Islam“ hervor. Für sein ehrenamtliches Engagement wurde der Rechtsanwalt und stellvertretende Vorsitzende der Werner-Herzog-Stiftung 2024 mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.

Theologe folgt auf Rechtsanwalt

Nachfolger Martin Arneth ist Professor für Alttestamentliche Theologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Er war bereits im Wissenschaftsrat der Eugen-Biser-Stiftung aktiv. „Ziel ist es, die Stiftung zukunftsfähig weiterzuentwickeln und der nachwachsenden Generation die Möglichkeit zu geben, in der Eugen-Biser-Stiftung und darüber hinaus gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen und die Stiftung mit ihren Ideen zu bereichern“, wird Arneth in der Pressemitteilung zitiert.

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Die Eugen-Biser-Stiftung mit Sitz in München wurde 2002 von Eugen Biser gemeinsam mit Freunden und Weggefährten gegründet. Der katholische Priester, Theologe und Religionsphilosoph, zu dessen langjährigen Freunden der frühere Bundeskanzler Helmut Kohl zählte, lehrte an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Die Stiftung ist ausschließlich operativ tätig. Sie engagiert sich für die Zukunft des Christentums und den Dialog zwischen Religionen, Weltanschauungen und Kulturen. Mit deutschlandweiten Bildungsaktivitäten, Dialogprojekten und Beratungsangeboten möchte sie Verständnis, Respekt und Toleranz fördern. Sie setzt sich für ein gelingendes Zusammenleben in einer vielfältigen, freiheitlich-demokratischen Gesellschaft ein.

Finanziert durch Spenden und öffentliche Mittel

Seit der Gründung der Stiftung hat sich das Stiftungskapital nach eigenen Angaben von rund 200.000 Euro durch Zustiftungen auf rund eine Million Euro erhöht. Die Stiftung finanziert ihre Tätigkeiten vor allem über Spenden von Privatpersonen, Unternehmen und Stiftungen sowie durch öffentliche Fördermittel. So etwa durch das Bayerische Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration für das Fortbildungsprogramm der Islamberatung in Bayern.