Albert-Schweitzer-Stiftung: Volker Gaßner wird neuer Geschäftsführer

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Zum 1. Januar 2027 übernimmt Volker Gaßner die Geschäftsführung der Albert-Schweitzer-Stiftung für unsere Mitwelt. Er folgt auf Mahi Klosterhalfen, der die Tierschutzstiftung seit 19 Jahren führt.

Gaßner kommt von der Tierschutzorganisation Vier Pfoten, deren Deutschlandbüro er derzeit leitet. Zuvor war er unter anderem rund 25 Jahre lang für Greenpeace tätig. Gaßner ist Biologe und gelernter Bankkaufmann. Er freue sich darauf, die Zukunft der Stiftung aktiv mitzugestalten, schreibt er in einem aktuellen Beitrag auf Linkedin, und dankt für das Vertrauen. „Mit einem hoch motivierten, kompetenten Team und an der Seite eines starken Vorstands will ich den Tierschutz auf allen Ebenen weiter vorantreiben“, so Gaßner. Klosterhalfen habe die Stiftung in den vergangenen 19 Jahren mit außergewöhnlichem Engagement und großem Erfolg aufgebaut und geprägt.

Enge Bindung zum Stifter

Klosterhalfen ist bislang zugleich Geschäftsführer und Präsident der Stiftung. Bei LinkedIn schreibt er, er bleibe der Stiftung als Präsident erhalten und wolle sich weiter strategisch einbringen. Auch den Austausch mit Entscheidern aus Wirtschaft und Politik will er gemeinsam mit Gaßner und dem Team fortsetzen.

Mit dem Wechsel endet in der Geschäftsführung eine Ära, die eng mit Klosterhalfen verbunden ist. Laut Stiftung kam er als Student über sein Tierschutzengagement mit dem Stiftungsgründer Wolfgang Schindler in Kontakt. Nach seinem BWL-Studium baute er die Stiftung zunächst ehrenamtlich mit auf. Schindler legte seine Nachfolge später in Klosterhalfens Hände. Dieser wurde zunächst Vizepräsident, später Präsident.

Autorisierung von Schweitzers Tochter

Der Rechtsanwalt und Unternehmer Wolfgang Schindler gründete die Albert-Schweitzer-Stiftung für unsere Mitwelt im Jahr 2000 in München. Heute hat sie ihren Sitz in Berlin. Benannt ist sie nach dem Arzt, Philosophen, Theologen und Organisten Albert Schweitzer (1875-1965), der 1954 den Friedensnobelpreis für sein Engagement gegen das atomare Wettrüsten erhielt. Seine Tochter Rhena Schweitzer-Miller autorisierte die Benennung der Stiftung nach ihrem Vater. Inhaltlich knüpft die Stiftung an Schweitzers Ethik der „Ehrfurcht vor dem Leben“ an. Demnach ist alles Leben, das leben will, als wertvoll zu achten und man solle es möglichst fördern und schützen, statt es ohne Not zu schädigen oder zu töten.

Die Stiftung setzt sich insbesondere für die Abschaffung der Massentierhaltung ein. Zu ihrer Arbeit zählen Kampagnen wie die Masthuhn-Initiative, mit der Missstände in der Hühnermast bekämpft werden sollen. Daneben führt und unterstützt die Stiftung Klagen zu Tierschutzfragen und betreibt Aufklärungsarbeit. Sie finanziert sich überwiegend durch Spenden. Das Stiftungsvermögen beläuft sich auf rund 800.000 Euro.