ADAC-Stiftung Sport: Veränderungen in Vorstand und Stiftungsrat

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Dieter Seibert hat den Vorsitz des Vorstands bei der ADAC-Stiftung Sport übernommen. Er folgt damit auf Wolfgang Dürheimer, der sein Amt turnusgemäß nach acht Jahren abgibt. Dürheimer begründet seinen Rückzug damit, sich künftig stärker auf Vorhaben im Automotive- sowie im privaten Bereich konzentrieren zu wollen. 

Zugleich verstärkt Frank-Steffen Walliser den fünfköpfigen Stiftungsrat. Der promovierte Ingenieur war rund 30 Jahre in leitenden Funktionen bei Porsche tätig, unter anderem als Leiter Motorsport-Strategie, und wechselte 2024 als Präsident und CEO zur britischen Luxusmarke Bentley Motors. Walliser wurde am 13. April 2026 vom ADAC-Präsidium in den Stiftungsrat berufen und löst dort den nun in den Vorstand gewechselten Dieter Seibert ab.

Internationales Ansehen

Walliser unterstreicht die Ambition der Stiftung mit Blick auf das Förderprojekt Motorsport Team Germany: „Mit ihrem Motorsport Team Germany ist die Stiftung schon seit vielen Jahren erfolgreichster Motorsport-Talentförderer in Deutschland“, sagte er laut Pressemitteilung. „Das nächste große gemeinsame Ziel lautet, dem deutschen Automobil- und Motorradsport mit echten Ausnahmetalenten wieder zu internationalem Ansehen zu verhelfen. Dazu möchte ich einen Beitrag leisten.“ 

Seibert war viele Jahre in der Automobilzulieferindustrie tätig, zuletzt als Manager Trade Marketing mit konzernübergreifender Zuständigkeit, etwa für die Reifenmarken Goodyear, Dunlop und Fulda. Dem Stiftungsrat der ADAC-Stiftung Sport gehörte er seit 2007 an. In seiner neuen Rolle sagt Seibert: „Die Motorsport-Nachwuchsförderung ist mir schon immer ein wichtiges Anliegen gewesen. Deshalb freue ich mich, jetzt als Vorsitzender des Vorstands die wichtige Arbeit der ADAC-Stiftung Sport unter der bisher überaus erfolgreichen Leitung von Wolfgang Dürheimer mit meiner Erfahrung und neuen Impulsen fortsetzen zu dürfen.“

Unterschiedliche motorsportliche Hintergründe

Dürheimer verabschiedet sich mit Dank an Stiftungsrat und Geschäftsstelle und betont, er werde „auch in Zukunft ein Fürsprecher für die Stiftung und das Motorsport Team Germany bleiben“. Stiftungsratsvorsitzender Hermann Tomczyk würdigt Dürheimers Engagement und hebt insbesondere die Erfolge des gemeinsam mit dem Deutschen Motorsport Bund betriebenen Nachwuchsprojekts hervor. 

Tomczyk wird im Stiftungsrat weiterhin von einem Team mit unterschiedlichen motorsportlichen Hintergründen unterstützt. Neu ist Isolde Holderied als stellvertretende Stiftungsratsvorsitzende. Außerdem gehören dem Gremium unter anderem Hans-Jürgen Abt und Peter Öttl an.

Stiftungen im ADAC-Kosmos

Die ADAC Stiftung Sport unterstützt seit 1999 gezielt Nachwuchstalente im Motorsport und arbeitet dabei unter anderem mit Partnern aus dem Motorsportumfeld zusammen. Kernauftrag ist die Nachwuchsförderung im Automobil- und Motorradsport. Die Stiftung will Talente sichten und auf ihrem Weg in den professionellen Motorsport begleiten. Sie bündelt dafür Förderangebote wie Training und Coaching, Karrierebegleitung sowie finanzielle Zuschüsse. 

Von der ADAC-Stiftung Sport ist die ADAC-Stiftung zu unterscheiden: Während die Sport-Stiftung den Motorsportnachwuchs fördert, ist die ADAC-Stiftung thematisch breiter aufgestellt und fördert unter anderem in den Bereichen Mobilität und Verkehrssicherheit. Darüber hinaus gibt es im ADAC-Kosmos weitere, rechtlich eigenständige Stiftungen, etwa bei den Regionalclubs. 

Als zentrales Schaufenster der Nachwuchsarbeit nennt die Stiftung das Motorsport Team Germany, das als Förderprojekt im deutschen Motorsport etabliert ist. Die Förderung wird aus Erträgen des Stiftungsvermögens und Spenden gespeist.