Kenfo: Daniel von Borries folgt 2027 auf Anja Mikus

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Daniel von Borries übernimmt zum 1. Januar 2027 den Vorstandsvorsitz des Kenfo. Als Chief Executive Officer und Chief Investment Officer soll er künftig die strategische Ausrichtung und die Kapitalanlage des Staatsfonds zur Finanzierung der kerntechnischen Entsorgung verantworten. Er folgt auf die Gründungsvorstandsvorsitzende Anja Mikus, die zum 31. Dezember aus Altersgründen aus dem Vorstand ausscheidet.

Von Borries ist promovierter Volkswirt und bringt langjährige Erfahrung aus der Versicherungs- und Finanzbranche mit. Von 2004 bis 2016 gehörte er dem Vorstand der Ergo-Versicherungsgruppe an. Dort verantwortete er als Chief Investment Officer unter anderem die Kapitalanlage und das Asset-Liability-Management für ein Vermögen von rund 130 Milliarden Euro. Von 2016 bis Mitte 2026 war er Finanzvorstand von Swiss Life Deutschland.

Bernhard Kluttig, Vorsitzender des Kuratoriums, sagte laut Pressemitteilung: „Mit Daniel von Borries gewinnt der Kenfo einen sehr erfahrenen Finanz- und Investmentexperten für den Vorstandsvorsitz.“ Weiter erklärte Kluttig, von Borries verbinde „umfassende Kapitalmarkterfahrung“ mit Kompetenz in der Steuerung langfristiger Verpflichtungen und großer Organisationen.

Stiftungskapital von 27,6 Milliarden Euro

Zugleich würdigte Kluttig die scheidende Amtsinhaberin Anja Mikus. Sie habe den Staatsfonds seit seiner Gründung entscheidend geprägt und die Stiftung, ihr Team sowie die Investmentplattform von Grund auf aufgebaut. Mikus steht seit 2017 an der Spitze der Bundesstiftung. Heute arbeiten dort nach Angaben der Stiftung etwas mehr als 50 Personen. Neben der scheidenden Vorsitzenden Anja Mikus gehören dem dreiköpfigen Vorstand Thomas Bley und Stefan Spannagl an.

Der Kenfo wurde 2017 gegründet und ist nach eigenen Angaben die größte öffentlich-rechtliche Stiftung Deutschlands. Er verwaltet das von den Betreibern deutscher Kernkraftwerke eingezahlte Vermögen zur Finanzierung der Zwischen- und Endlagerung radioaktiver Abfälle. Das ursprüngliche Stiftungsvermögen lag bei 24,1 Milliarden Euro. Zum 30. Juni 2026 verwaltete die Stiftung laut aktueller Mitteilung 27,6 Milliarden Euro.