Nach fast 14 Jahren: Abschied vom Generalsekretär der Humboldt-Stiftung

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Der Generalsekretär der Alexander-von-Humboldt Stiftung, Enno Aufderheide, geht am 1. April 2024 in den Ruhestand. Angetreten hatte er das Amt laut Pressemitteilung der Stiftung im Juli 2010. Bis zur Neubesetzung der Position werde der stellvertretende Generalsekretär Thomas Hesse vorübergehend die Leitung der Stiftung übernehmen.

„Durch turbulente Zeiten manövriert“

„Enno Aufderheide hat in herausragender Weise die Humboldt-Stiftung weltweit repräsentiert. In seiner fast 14-jährigen Amtszeit hat er den Gedanken des Humboldt-Netzwerks mit Leben gefüllt“, wird Robert Schlögl, Präsident der Humboldt-Stiftung, in der Pressemitteilung zitiert. „Neben der administrativen und politischen Arbeit hat er Geförderte aller Generationen für den Netzwerkgedanken begeistert, Kontakte geknüpft und gepflegt.“ Aufderheide habe die Stiftung sicher durch turbulente Zeiten manövriert. Es werde schwer sein, ihn zu ersetzen.

Bevor Enno Aufderheide zur Humboldt-Stiftung wechselte, war der 1958 geborene promovierte Biologe von 2006 bis 2010 Leiter der Abteilung Forschungspolitik und Außenbeziehungen der Max-Planck-Gesellschaft. Zuvor war er als Geschäftsführer für den Bereich Wissenschaft der Helmholtz-Gemeinschaft, als Referatsleiter Forschung beim Wissenschaftsrat sowie in verschiedenen Funktionen und Projekten für das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt tätig.

Über die Humboldt-Stiftung

Die 1953 gegründete Alexander-von-Humboldt-Stiftung mit Sitz in Bonn fördert Wissenschaftskooperationen zwischen ausländischen und deutschen Forschenden. Sie vergibt Forschungsstipendien und Forschungspreise, zudem dient sie als Mittlerorganisation der deutschen Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik. Die Stiftung finanziert ihre Ausgaben laut eigener Aussage zu rund 97 Prozent aus Zuwendungen des Bundes. Im Jahr 2022 entsprachen diese einer Höhe von rund 149 Millionen Euro. Das Stiftungskapital belief sich auf etwa 26,6 Millionen Euro.