Robert-Bosch-Stiftung beruft Atje Drexler zur Geschäftsführerin

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Wechsel bei der Robert-Bosch-Stiftung: Atje Drexler wird die Geschäfte der Stiftung ab dem 1. Juni 2027 alleinverantwortlich führen. Bereits zum 1. Mai 2027 hat die Gesellschafterversammlung sie als Mitglied der Geschäftsführung berufen. Der derzeitige Geschäftsführer Bernhard Straub scheidet zum 31. Mai 2027 nach zwei Amtszeiten altersbedingt aus.  

„Mit Atje Drexler haben wir eine hervorragende Nachfolgerin aus den eigenen Reihen gefunden“, so Christoph Kübel, Vorsitzender der Gesellschafterversammlung, laut Pressemitteilung. Gerade in schwieriger werdenden Rahmenbedingungen für zivilgesellschaftliche Organisationen weltweit seien „ihre langjährige Erfahrung und ihr persönliches Netzwerk von unschätzbarem Wert“. 

Drexler ist seit 2001 für die Stiftung tätig und gehört bereits der Geschäftsleitung an. Die 52-Jährige leitet den 2024 neu geschaffenen Bereich „Zukunftsperspektiven und Netzwerke“. Zuvor verantwortete die studierte Slawistin und Wirtschaftswissenschaftlerin von 2019 bis 2024 als Bereichsleiterin Globale Fragen die Themen Frieden und Ungleichheit. Von 2013 bis 2019 war sie für den Bereich „Völkerverständigung Europa und seine Nachbarn“ zuständig und baute dort unter anderem das erste Afrika-Portfolio der Stiftung auf. Zudem sitzt sie im Vorstand des europäischen Philanthropieverbands Philea. 

195 Millionen Euro für gemeinnützige Arbeit

Ihr Vorgänger Bernhard Straub steht seit Juli 2021 an der Spitze der Robert-Bosch-Stiftung. Vor dem Wechsel in den gemeinnützigen Sektor war er rund 30 Jahre in internationalen Führungspositionen für das Unternehmen Robert Bosch tätig, zuletzt als Vorstandsvorsitzender des Bereichs Elektroantriebe.

Die Robert-Bosch-Stiftung mit Sitz in Stuttgart zählt zu den großen unternehmensverbundenen Stiftungen in Deutschland. Sie hält 94 Prozent des Stammkapitals des gleichnamigen Unternehmens, ist als GmbH organisiert und nicht als gemeinnützig anerkannt. Zugleich beschränkt sie sich aber in ihrer Tätigkeit ausschließlich auf die Förderung von gemeinwohlorientierten Projekten. Sie ist in den Bereichen Gesundheit, Bildung und Globale Fragen beziehungsweise Demokratie und gesellschaftlicher Zusammenhalt aktiv. 

Nach eigenen Angaben investierte die Stiftung 2025 rund 195 Millionen Euro in gemeinnützige Arbeit. Ein bekanntes Beispiel ist der Deutsche Schulpreis. Zudem unterstützt sie etwa gemeinsam mit Partnern Modellvorhaben für integrierte Bildung in Kommunen.