Stiftung Oper in Berlin bekommt neuen Generalsekretär

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Der Stiftungsrat der Stiftung Oper in Berlin hat die Nachfolge des Generaldirektors geregelt: Zum 1. Januar 2027 übernimmt Stefan Brandt, derzeit Direktor des Futuriums, die Aufgabe. Er folgt Georg Vierthaler, der nach 13 Jahren an der Spitze der Stiftung in den Ruhestand geht.

Vom Unternehmensberater zum Kulturmanager

Stefan Brandt startete seine Laufbahn als Unternehmensberater bei McKinsey & Company. Später wechselte er als Geschäftsführer der Hamburger Kunsthalle in den Kulturbereich. Seit 2017 leitet der promovierte Philosoph das Futurium in Berlin, ein Museum für Zukunftsthemen. Ehrenamtlich engagiert er sich in der #FactoryWisskomm, einer Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung zur Weiterentwicklung der Wissenschaftskommunikation. Außerdem gehört er dem Kuratorium des Deutschen Museums an.

„Ich freue mich auf die faszinierende neue Aufgabe, die meine Leidenschaft für Oper mit meinen Erfahrungen als wirtschaftlicher und inhaltlicher Leiter von Kulturbetrieben verbindet“, wird Brandt in der Pressemitteilung der Berliner Senatsverwaltung für Kultur und gesellschaftlichen Zusammenhalt zitiert. „Gemeinsam mit den drei Opernhäusern, dem Staatsballett und dem Bühnenservice werde ich mich der Erhaltung und Weiterentwicklung der Berliner Opern- und Ballettlandschaft widmen, die in ihrer Vielfalt und Qualität weltweit einzigartig ist. Wie bei meiner bisherigen Tätigkeit im Futurium wird es um Zukunftsfähigkeit gehen – im wirtschaftlichen Bereich ebenso wie mit Blick auf die gesellschaftliche Bedeutung von Kultureinrichtungen.“

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Brandts Vorgänger Georg Vierthaler prägte die deutsche Kulturlandschaft über viele Jahre. Seit 2013 führt er als Generaldirektor die Stiftung Oper in Berlin. Zuvor leitete er unter anderem das Konzerthaus am Gendarmenmarkt, war Intendant und Geschäftsführer des Theaters des Westens und Direktor der Deutschen Staatsoper Berlin.

Zuschüsse von Land und Bund

Das Land Berlin gründete 2004 die Stiftung Oper in Berlin als Stiftung öffentlichen Rechts. Zur Stiftung gehören fünf eigenständig geführte Betriebe: Deutsche Oper Berlin, Komische Oper Berlin, Staatsoper Unter den Linden, Staatsballett Berlin und der Bühnenservice Berlin. Land und Bund bezuschussen die Stiftung. Für 2026 veranschlagt das Land Berlin laut eigenen Angaben 174,2 Millionen Euro, der Bund steuert jährlich zehn Millionen Euro bei. Die Zuschüsse vom Land werden in Fünfjahresverträgen festgelegt, können aber durch zusätzliche Mittel aufgestockt werden.