Stiftung Zollverein: Zweiervorstand im April wieder komplett

Artikel anhören
Artikel zusammenfassen
LinkedIn
URL kopieren
E-Mail
Drucken

Zum 1. April wird Stefanie Reichart Vorstandsmitglied der Stiftung Zollverein mit Sitz in Essen. Die Diplombetriebswirtin stößt zum Vorsitzenden Christoph Tesche hinzu. Tesche, bis Oktober 2025 Bürgermeister von Recklinghausen, folgte im November 2025 auf Hans-Peter Noll, der die Stiftung bis dato gemeinsam mit Heinrich Theodor Grütter geführt hatte.

Erfahrene Kulturmanagerin

Zweiervorstand ab 1. April: Christoph Tesche und Stefanie Reichart Foto: Stiftung Zollverein

Stefanie Reichart übernimmt laut Stiftung in Grütters Nachfolge die Verantwortung für die Weiterentwicklung des Unesco-Welterbes Zollverein in den Bereichen Kultur, Besucherbetrieb, Denkmalpflege und Standortvermittlung. „Mit Stefanie Reichart gewinnen wir eine ausgewiesene Expertin für Kunst und Kultur mit tiefen Wurzeln im Ruhrgebiet und einem internationalen Netzwerk“, wird Christoph Tesche zitiert. „Ihre Erfahrung an der Schnittstelle von Industriekultur, Tourismus und regionaler Entwicklung wird wichtige Impulse für die Zukunft des Welterbes setzen.“

Reichart leitet seit Juli 2021 das Referat für Kultur, Sport und Industriekultur beim Regionalverband Ruhr (RVR). Als verantwortliche Referatsleiterin ist sie unter anderem zuständig für das Nachhaltigkeitskonzept zur Europäischen Kulturhauptstadt Ruhr, die Umsetzung des Sport- und Kulturfestivals Ruhr Games oder die Weiterentwicklung der Route Industriekultur. Als weitere berufliche Stationen nennt die Stiftung unter anderem das Düsseldorfer Schauspielhaus und die Ruhr Tourismus GmbH.

Erhalt des Welterbes

Die Stiftung Zollverein ist eine gemeinnützige Stiftung bürgerlichen Rechts. Sie wurde 1998 von der Stadt Essen und dem Land Nordrhein-Westfalen gegründet, Zustifter ist der Landschaftsverband Rheinland. Neben der Förderung von Kultur und Denkmalpflege hat die Stiftung „die zentrale Aufgabe, die Bestandsgebäude und Anlagen des Unesco-Welterbes Zeche und Kokerei denkmalgerecht zu erhalten, zu sichern und für eine künftige Nutzung zu entwickeln“. Die Zeche Zollverein ist ein ehemaliges Steinkohlebergwerk, das von 1851 bis 1986 in Betrieb war. Ihr Name bezieht sich auf den 1834 gegründeten Deutschen Zollverein.