Der Vorstand der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit hat Steffen Saebisch, früherer Staatssekretär im Bundesfinanzministerium, zum neuen Vorsitzenden gewählt. Er folgt auf Karl-Heinz Paqué. Der bisherige Schatzmeister, Florian Rentsch, übernimmt den Vorsitz des Kuratoriums. Neuer Schatzmeister wird Roland Werner.
Der Vorstand wählte die frühere Bundesbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger zur stellvertretenden Vorsitzenden. Sie folgt auf Sabine Leutheusser-Schnarrenberger. Neu in den Vorstand rückt zudem Professor Ludwig Theodor Heuss, ein Enkel des früheren Bundespräsidenten Theodor Heuss. Maren Jasper-Winter wurde als Vorstandsmitglied bestätigt. Neuer Hauptgeschäftsführer ist Mario Burow, der Annett Witte ablöst.
Politische Karriere
Steffen Saebisch war bereits von 2014 bis 2021 Hauptgeschäftsführer der Friedrich-Naumann-Stiftung. Zuvor arbeitete der Jurist und FDP-Politiker unter anderem als Staatssekretär im hessischen Wirtschaftsministerium und als Geschäftsführer der FDP-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus. Nach der Bundestagswahl 2021 berief ihn der damalige Bundesfinanzminister Christian Lindner zum Staatssekretär.
„In Zeiten einer polarisierten Gesellschaft und der Wiederkehr rechter und linker Populisten ist die Idee der Freiheit geforderter denn je“, wird Saebisch in der Pressemitteilung der Stiftung zitiert. „Die Friedrich-Naumann-Stiftung wird ihren Beitrag leisten, um eine Renaissance des politischen Liberalismus in Deutschland zu ermöglichen. Diese ultimative Herausforderung nimmt die Stiftung mit Mut und Motivation und in großer Geschlossenheit an.“
Liberale Wissensvermittlung
Die Friedrich-Naumann-Stiftung wurde 1958 durch Theodor Heuss errichtet. Die gemeinnützige Stiftung möchte laut Satzung insbesondere jungen Menschen „Wissen im Sinne der liberalen, sozialen und nationalen Ziele Friedrich Naumanns“ vermitteln, der zur Zeit des Deutschen Kaiserreiches und der Weimarer Republik den Deutschen Werkbund und die Deutsche Demokratische Partei mitgegründet hatte.
Ihre Ziele versucht die Stiftung unter anderem durch die Vergabe von Stipendien, die Organisation von Seminaren für Politiker und politischen Nachwuchs und die Ausführung von Veranstaltungen zur politischen Bildung im In- und Ausland umzusetzen. Den Zusatz „für die Freiheit“ hat die Friedrich-Naumann-Stiftung im Jahr 2007 in ihren Namen aufgenommen, um ihr liberales Profil sprachlich deutlicher hervorzuheben. Die Stiftung hat ihren Sitz in Potsdam-Babelsberg.
