Generationswechsel bei der Ernst-Freiberger-Stiftung: Sabine Kamrath ist seit dem 1. September 2026 Teil der Geschäftsführung. Der bisherige Geschäftsführer Anselm Bilgri, der die Stiftung seit Anfang 2025 übergangsweise leitete, wird ihr sein Amt zum Jahresende übergeben. „Es ist ein unschätzbares Privileg, sich so umfassend mit dem Vorgänger über Vergangenes und Zukünftiges austauschen zu können und gemeinsam den Übergang zu gestalten“, so Kamrath im sozialen Netzwerk Linkedin.
Stationen bei Tribute-to-Bambi-Stiftung und Magazin DIE STIFTUNG
Kamrath kommt von der Tribute-to-Bambi-Stiftung des Burda-Verlags, die sie seit 2019 leitete. Davor arbeitete sie sechs Jahre für das Magazin DIE STIFTUNG, wo sie Veranstaltungen und Kooperationen verantwortete. Sie studierte Kommunikations- und Politikwissenschaft in München und absolvierte einen Master in Non-Profit-Management and Governance an der Universität Heidelberg. „Ich danke dem Stiftungsvorstand sowie der Unternehmerfamilie Freiberger, mir die weitere Entwicklung der Stiftung und ihrer bedeutsamen Projekte anzuvertrauen“, wird Kamrath in der Pressemitteilung der Stiftung zitiert.
Der Stadtteil Nied in Frankfurt am Main gehört zu den ärmsten der hessischen Großstadt. Hier betreibt die Stiftung Christen helfen einen Secondhandladen und soziale Stadtteilprojekte. Das Konzept lautet: Befähigung statt Abhängigkeiten.
Anselm Bilgri hatte die Leitung auf Bitte des Stifters und Stiftungsvorstands Ernst Freiberger übernommen, nachdem seine Vorgängerin die Organisation verlassen hatte. Zuvor war er der Ernst-Freiberger-Stiftung bereits viele Jahre als Kuratoriumsmitglied verbunden. Künftig soll er Vorstand und Geschäftsführung weiter beratend zur Seite stehen, so die Stiftung.
Aktiv in Bayern und Berlin
Die Ernst-Freiberger-Stiftung wurde 1994 von dem Unternehmer Ernst Freiberger gegründet. Die rechtsfähige Stiftung bürgerlichen Rechts hat ihren Sitz in Amerang im Landkreis Rosenheim. Sie ist aber auch in Berlin mit Projekten und Aktivitäten präsent. Ihr Fokus liegt auf der Förderung der Erinnerungskultur, der Integration älterer Menschen in die Gesellschaft, der Unterstützung von pflegenden Angehörigen sowie der Behandlung wissenschaftlicher Themen.
Zu ihren Projekten zählt etwa „Windschatten“. Das Programm unterstützt Kinder und Jugendliche, die in ihren Familien Pflege- und Betreuungsverantwortung übernehmen. Dies geschieht unter anderem mit Freizeitangeboten, Elternberatung und konkreten Entlastungshilfen. Öffentlich ausgewiesene Angaben zur Höhe des Stiftungskapitals oder zum jährlichen Fördervolumen macht die Ernst-Freiberger-Stiftung derzeit nicht.
