Kindeswohlgefährdung ist in Deutschland kein Randphänomen, sondern Alltag der Jugendämter – mit deutlich wachsender Dynamik. Laut der Kinder- und Jugendhilfestatistik des Statistischen Bundesamtes stellten 2024 die Jugendämter bei rund 72.800 Kindern und Jugendlichen eine akute oder latente Kindeswohlgefährdung fest. Die Zahl markiert einen neuen Höchststand und ein Plus von etwa 14 Prozent gegenüber 2023. Besonders häufig geht es um Vernachlässigung und psychische Gewalt, und ein Großteil dieser Kinder braucht laut Bundesamt längerfristige pädagogische und therapeutische Unterstützung, die das Regelsystem vielerorts kaum bereitstellen kann.
Anker für brüchige Lebenswege
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