Immer mehr obdachlose Ausländer in Thailand

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Thailand gilt als Urlaubs- und Rentnerparadies, aber die Zahl der Ausländer, die in Schwierigkeiten geraten, wächst nach Angaben einer Stiftung für Obdachlosenhilfe. „Es gibt immer mehr obdachlose Ausländer“, sagt Natee Saravari, Generalsekretär der Issarachon-Stiftung. Thailand hat kein soziales Netz, das die Ausländer auffängt. Die Stiftung schätzt die Zahl obdachloser Ausländer, überwiegend aus Europa, Australien und den USA, auf 200. „Man sieht sie in Pattaya vor Schnellrestaurants, wo sie im Abfall nach Essbarem suchen oder Restaurantbesucher anbetteln“, sagt Natee. Die Stiftung hat die Regierung aufgefordert, zusammen mit den Botschaften Hilfe für die gestrandeten Ausländer zu organisieren. „Unsere Ausländergesetze sind altmodisch und bieten Ausländern wenig Rechte“, sagt Buaphan Promphakping, Professor für Sozialwissenschaften an der Khon Kaen-Universität. „Sie sollten angepasst werden.“

Die Deutsche Botschaft hat 2006 den Deutschen Hilfsverein Thailand e.V. gegründet, um in Schwierigkeiten geratenen Deutschen zu helfen. Unter anderem betreuen Freiwillige Landsleute nach Unfällen und bei Krankheiten oder helfen bei Kontakten mit Versicherungen, Behörden und Angehörigen in Deutschland. Der durch Spenden getragene Verein gewährt auch Kleinkredite.

www.dhv-thailand.de

www.issarachonfoundation.com