Adelhausenstiftung Freiburg im Breisgau

Artikel anhören
Artikel zusammenfassen
LinkedIn
URL kopieren
E-Mail
Drucken

Die Adelhausenstiftung Freiburg im Breisgau ist eine von sechs Stiftungen unter dem Dach der Stiftungsverwaltung Freiburg. Laut Satzung „unterstützt und fördert die Stiftung den Unterricht und die Ausbildung katholischer Mädchen und junger Frauen der Stadt Freiburg“.

Benannt ist die Stiftung nach dem Dorf Adelhausen, das 1008 erstmals urkundlich erwähnt ist. In der Nähe dieses Dorfes auf dem Gebiet des heutigen Stadtbezirks Wiehre gründeten zu Beginn des 13. Jahrhunderts die Dominikanerinnen ein Frauenkloster, benannt nach Adelhausen. Dieses Kloster existierte bis 1677.

Weil die Wirren des 30-jährigen Krieges mehrere Klosterzusammenlegungen erzwangen (Freiburg wurde zur französischen Festung), bauten die Gottesleute innerhalb der Stadtmauern eine neue Klosteranlage, die noch heute als „Adelhauser Klosteranlage“ existiert. 1694 kamen dort die Dominikanerinnen unter, in der Zwischenzeit lebten sie bei Privatleuten.

Schon seit den 1660er-Jahren existierte in dem neuen Klosterbau eine Mädchenschule, betrieben vom anderen Dominikanerinnen-Orden Freiburgs, den Dominikanerinnen „Auf dem Graben“. Nach und nach vereinten sich im „Neukloster“ verschiedene Ordensgemeinschaften, zuletzt kamen 1786 die Dominikanerinnen „Auf dem Graben“ dazu. Der Betrieb der Mädchenschule, der ersten in Freiburg, lief weiter.

Im 19. Jahrhundert im Zuge der Säkularisierung entbrannte ein Streit zwischen badischer Regierung und der Kirche, wer der Träger der Mädchenschule ist. Bei diesem Streit ging es um viel Geld. Bereits 1807 war das Vermögen der Ordensgemeinschaft zu Staatseigentum erklärt worden. Danach stand die Mädchenschule im Zentrum der langjährigen Auseinandersetzung.

Die Schule war letztlich nicht zu retten, sie wurde 1867 aufgelöst. Aber das Vermögen des Erziehungsinstituts blieb. Es wurde ebenfalls 1867 in eine weltliche Ortsstiftung umgewandelt mit dem Zweck der Bildung für die katholische weibliche Jugend Freiburgs. Aus dieser Ortsstiftung entstand die heutige Einrichtung.