Diehl Stiftung

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Bei der Diehl Stiftung handelt es sich um das Leitungsorgan des Diehl-Konzerns. Dieser beschäftigte in 2013 über 14.000 Personen. Förderung jenseits der eigenen Mitarbeiter geschieht durch die Karl-Diehl-Stiftung und die Irmgard Diehl Kinderstiftung.

Entstehung und Struktur

Die Unternehmensgeschichte der Familie Diehl beginnt bereits am Anfang des 20. Jahrhunderts. Doch erst seit 1998 existiert die Diehl Stiftung. Nach zahlreichen Veränderungen in der Unternehmensstruktur bestehen fünf Teilkonzerne, nämlich Metall, Controls, Defence, Aerosystems und Metering. Dabei sind Standorte der Unternehmensbereiche überall in Deutschland und darüber hinaus im Ausland verteilt. Die Stiftung hat ihren Sitz in Nürnberg. Im Jahr 2013 erwirtschaftete der Konzern einen Umsatz in Höhe von fast drei Milliarden Euro und beschäftigte über 14.000 Mitarbeiter.
Die Rechtsform der Diehl-Komplexes besteht in einer Stiftung & Co. KG. Sie befindet sich vollständig in Familienbesitz. Wichtige Organe im Gesamtgefüge sind der Aufsichtsrat, der Vorstand, die Zentralbereiche und die Teilkonzerne. Dem Aufsichtsrat kommt die Kontrolle des Vorstandes zu. Letzterer leitet die gesamten Unternehmensaktivitäten. Als Zentralbereich fungiert die Hauptverwaltung mit ihren Feldern Technik, Finanzen und Controlling sowie Personal. Alles andere wird durch die fünf Teilkonzerne gestaltet. Diese haben einen Bereichsvorstand, der an der Spitze zahlreicher eigenständiger Unternehmen steht.

Förderung

Die gewählte Rechtsform der Stiftung und Co. KG hat zunächst wenig mit Mäzenatentum zu tun. Sie will die Unternehmensnachfolge regeln, um Kapital und Kontinuität zu erhalten. Dabei setzt die Unternehmensgruppe gezielt auf Nachhaltigkeit, wie sich auf der Website diehl.com nachlesen lässt. Zu dieser gehören im Unternehmensverständnis drei Bereiche:

  • Mäzenatisches: Hierzu zählt eine Beteiligung an Restaurierungen.
  • Soziale Projekte: Zwei Stiftungen und ein Fonds existieren für die Förderung eigener und außenstehender Mitarbeiter. Näheres wird dazu im nachstehenden Abschnitt ausgeführt.
  • Umwelt: Um einen verantwortungsvollen Umgang mit den Ressourcen zu gewährleisten, wird eine Steigerung der Energieeffizienz kontinuierlich ausgebaut.

Soziale Projekte

Der Heinrich-Diehl-Gedächtnisfonds steht nur internen Mitarbeitern offen und möchte eine zusätzliche Altersabsicherung für ehemalige Mitarbeiter gewährleisten. Hingegen können sich auch außenstehende Personen an die Karl-Diehl-Stiftung und Irmgard Diehl Stiftung wenden. Die Karl-Diehl-Stiftung sieht Hilfen für in Not geratene Mitarbeiter und deren Angehörigen vor. Auch Einwohner der Stadt Nürnberg und des Landkreises Nürnberg können eine Förderung erfahren. Die Stiftung besteht seit 1987 und hat über 4.000 Anträge bis 2015 bewilligt. Erst im Jahr 2008 wurde die Irmgard Diehl Kinderstiftung gegründet und widmet sich der Förderung benachteiligter Kinder. Sie hilft dort, wo der Staat nicht mehr leisten kann.