Zu ihrem 80. Geburtstag hat Liz Mohn wie angekündigt diverse Tätigkeiten abgegeben, unter anderem ihren Sitz im Vorstand der Bertelsmann-Stiftung.

Liz Mohn verlässt anlässlich ihres 80. Geburtstags den Vorstand der Bertelsmann-Stiftung. Seit 1986 war sie Mitglied des Beirats, des heutigen Kuratoriums. Ab dem Jahr 2005 war sie dann stellvertretende Vorsitzende des Vorstands und des Kuratoriums. Letzterem wird sie weiterhin angehören. Mohn zieht sich auch aus anderen Positionen zurück, wie Bertelsmann in einer Pressemitteilung bekanntgibt. So hat sie die Position der Familiensprecherin sowie die der Vorständin im Lenkungsausschuss der Bertelsmann-Verwaltungsgesellschaft (BVG) an ihren 56-jährigen Sohn Christoph übergeben.

Bertelsmann-Stiftung: Anteile am Konzern

Bertelsmann, der größte Medienkonzern Europas, wird seit fast 200 Jahren von Mitgliedern der Familie geführt. Diese hält rund 20 Prozent der Kapitalanteile direkt. Mit dem Vorsitz geht ein gebündeltes Stimmrecht der gesamten Familie einher, welches ein Vetorecht garantiert und somit die Kontrolle und strategische Ausrichtung des Gütersloher Gesamtkonzerns ermöglicht. Ebenfalls von Bedeutung ist in dieser Hinsicht die Bertelsmann-Stiftung: Sie hält gemeinsam mit der Reinhard-Mohn-Stiftung und der BVG-Stiftung die restlichen 80 Prozent der Anteile des Konzerns. Die Themen, für die Liz Mohn eintritt, etwa internationale Verständigung, zeitgemäße Unternehmensführung oder Kulturprojekte, werden künftig in dem dafür eingerichteten Liz-Mohn-Center angesiedelt.

Von der Assistentin zur Matriarchin

17 Jahre jung war Liz Mohn, als sie bei Bertelsmann als Sekretärin anfing. Nachdem sie Firmenchef Reinhard Mohn auf einem Betriebsfest kennengelernt hatte, entstand eine Beziehung. Lange Zeit verging, bis sie ihn nach dem Tod seiner Mutter 1982 heiratete. Im Anschluss begann er, ihr Aufgaben im Konzern zu übertragen. Sie blickt auf eine lange Zeit im Unternehmen in unterschiedlichen Funktionen zurück. Reinhard Mohn selbst hatte den Verlag 1947 übernommen und zu einem internationalen Medienkonzern ausgebaut. Nach seinem Tod 2009 war es Liz Mohn, die die Weiterentwicklung zu einem digitalen Unternehmen mitgestaltete und das Medienimperium einen Schritt näher in die Zukunft führte.

Über die Bertelsmann-Stiftung

1977 gründete Reinhard Mohn, Begründer des Medienkonzerns Bertelsmann, die gleichnamige Stiftung. Arbeitsschwerpunkt sind die Förderung von Bildung, Demokratie, Gesellschaft, Gesundheit, Kultur und Wissenschaft. Seit August 2020 ist Ralph Heck Vorstandsvorsitzender der Stiftung.

 

 

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