Alexandra Gerstner wird neue Vorsitzende der Geschäftsführung der Stiftung der Deutschen Wirtschaft (SDW) gGmbH. Ihr Vorgänger, Generalsekretär Arndt Schnöring, war im Januar unerwartet verstorben. Mit Gerstner übernehme eine ausgewiesene Bildungsexpertin, so die SDW in einer Pressemitteilung. „Nach dem Studium der Geschichte und Philosophie hat sie an der Freien Universität Berlin promoviert und war anschließend in verschiedenen Leitungspositionen beim DAAD im In- und Ausland tätig.“ Seit 2019 leitete sie den Programmbereich Persönlichkeitsbildung bei der Joachim-Herz-Stiftung in Hamburg.
„Junge Menschen auf die Zukunft vorbereiten“
Die SDW sei mit ihren zahlreichen Bildungsangeboten und ihrem großen Kreis an Partnern, Alumni und Ehrenamtlichen eine wichtige Akteurin in der Stiftungswelt, die durch erfolgreiche Programmarbeit und ein bemerkenswertes Engagement für gute Bildungschancen hervorsteche, wird Gerstner zitiert. „Es ist mir eine große Freude, Teil davon zu werden, gemeinsam mit den vielen Beteiligten die erfolgreiche Arbeit fortzuführen und neue Impulse zu setzen, um junge Menschen aller Bildungswege auf die Zukunft vorzubereiten.“
Der SDW-Vorstandsvorsitzende, Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger, spricht von einer neuen Geschäftsführerin, „die in der Gemeinschaftsinitiative SDW Partner zusammenbringen und Kompetenzen bündeln kann, um zeitgemäße Bildungsangebote umzusetzen und auszubauen. So werden unsere Angebote auch weiterhin einen Beitrag leisten, um den großen Herausforderungen im Bildungsbereich zu begegnen. Wir freuen uns auf die zukünftige Zusammenarbeit und die erfolgreiche Fortführung der Stiftungsarbeit.“
Über die Stiftung der Deutschen Wirtschaft
Die Stiftung der Deutschen Wirtschaft bietet bundesweit Stipendien- und Förderprogramme für rund 4.500 Jugendliche und junge Erwachsene an und setzt sich für eine Gesellschaft ein, „in der Menschen unabhängig von ihrer sozialen oder ethnischen Herkunft ihr Potenzial entfalten können“. 2024 feiert die Holding ihr 30-jähriges Bestehen. Sie besteht aus einer Stiftung bürgerlichen Rechts, die 100 Prozent an der gleichnamigen gGmbH hält, deren Geschäftsführung Gerstner übernimmt, und die nicht selbständige Stiftung Studienförderwerk Klaus Murmann sowie die Förderstiftung Hannelore Murmann betreut. Der Vorstandsvorsitz wurde bislang immer von einem aktuellen oder früheren Vorsitzenden des Arbeitgeberverbands ausgefüllt. Eine satzungsmäßige Vorgabe besteht laut Stiftung allerdings nicht. 16,8 der insgesamt 23,5 Millionen Euro an Zuwendungen stammten 2023 laut Finanzbericht aus dem Budget des Bundesministeriums für Bildung und Forschung.
