Er galt als Legende im deutschen Handel. Jetzt hat der Metro-Gründer Otto Beisheim mit 89 Jahren Selbstmord begangen. Er habe an einer unheilbaren Krankheit gelitten und sei „aufgrund der Hoffnungslosigkeit seiner gesundheitlichen Lage aus dem Leben geschieden“, hieß es in einer Mitteilung der Kommunikationsagentur Brunswick. Der 89-Jährige sei am Montagmorgen in seinem Haus in Rottach-Egern am Tegernsee tot aufgefunden worden.
Beisheim ist unter anderem für die Einführung des Selbstbedienungsgroßhandels im Jahre 1964 bekannt. Er trug zunächst als geschäftsführender Gesellschafter der Metro SB Großmärkte und später als Verwaltungsratspräsident der Metro Holding AG entscheidend zur Expansion des Konzerns bei.
Otto Beisheim zählte zu den reichsten Deutschen, das Manager Magazin bezifferte sein Vermögen 2006 auf 3,4 Mrd. EUR. Er war bereits zu Lebzeiten ein großer Mäzen und förderte z.B. die WHU – Otto Beisheim School of Management mit namhaften Summen. Das Erbe soll in die beiden gemeinnützigen Professor-Otto-Beisheim-Stiftungen in München und in Baar in der Schweiz übergehen.
