Albert Weisgerber Stiftung

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Albert Weisgerber gehört zu den bedeutendsten Künstlern, die das Saarland jemals hervorgebracht hat. Seine Werke wiesen bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts den Weg in die künstlerische Moderne. Dass er dennoch heute oftmals nicht in einem Atemzug etwa mit August Macke genannt wird, liegt an seinem frühen Tod. Mit 37 Jahren fiel er 1915 im Ersten Weltkrieg in Flandern. Dies war umso tragischer, weil Weisgerber eigentlich ein europäischer Künstler war. Einige Zeit hatte er sogar in Paris gelebt und war in der dortigen Künstlerszene bestens vernetzt. Seine Werke waren zudem sichtbar beeinflusst durch den Stil der italienischen Renaissance-Kunst.

Die Heimatstadt St. Ingbert

Die Werke des Künstlers wurden von den Nationalsozialisten später als „Entartete Kunst“ eingestuft, beschlagnahmt und verkauft. In der Bundesrepublik war es dann Weisgerbers Heimatstadt St. Ingbert, die sich darum verdient machte, zumindest einen repräsentativen Teil des künstlerischen Nachlasses zurückzukaufen. Zum Andenken an den berühmten Künstler wurde 1992 dann die Albert Weisgerber Stiftung gegründet. Diese wurde zunächst von der Stadt St. Ingbert und dem Saarpfalz-Kreis gemeinsam getragen. Der Kreis hat sich inzwischen allerdings aus der Trägerschaft zurückgezogen. Die Stiftung hat im Wesentlichen vier Aufgaben:

  1. Die Pflege und den Erhalt der ehemals städtischen Sammlung. Dies umfasst immerhin rund ein Siebtel der gemalten Werke des Künstlers und gibt einen guten Überblick über dessen Werk.
  2. Die regelmäßige Ausstellung der Werke des Künstlers. Bis 2007 geschah dies in einer ständigen Ausstellung im „Museum St. Ingbert“. Zukünftig soll dies in einem eigenen Albert-Weisgerber-Museum stattfinden. Zudem gibt es immer wieder Ausstellungen in ganz Deutschland.
  3. Forschung über das Leben Albert Weisgerbers, sowie das Erhalten seines Andenkens. Dazu gehört insbesondere, die historische Einordnung seines Werkes.
  4. Die Förderung der Kunst im Raum des Saarlandes und der angrenzenden Nachbarländer. Hier wird der europäische Aspekt in Weisgerbers Werk besonders gewürdigt.

Finanzierung

Die Stiftung selbst verfügt über kein eigenes Kapital, sondern finanziert sich aus den Zuwendungen des kommunalen Trägers, sowie den Einnahmen, die bei ihren Veranstaltungen generiert werden können. Zudem besitzt die Stiftung natürlich die Werke des Künstlers. Deren Veräußerung ist in der Satzung aber ausdrücklich untersagt.