Der Stiftungsrat der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt (DSEE) hat Lena Bloemacher mit Wirkung zum 1. August 2026 als Co-Vorständin bestellt. Das teilte die Staatsministerin für Sport und Ehrenamt Christiane Schenderlein im Namen des Stiftungsrats mit. Sie folgt auf Katarina Peranić, die die Stiftung im Februar 2026 verlassen hatte. Bloemacher wird die Stiftung künftig gemeinsam mit Jan Holze führen, der dem Vorstand der DSEE seit dem Start der Bundesstiftung 2020 angehört.
Bloemacher bringt Erfahrung aus der Zivilgesellschaft und Jugendverbandsarbeit mit. Sie ist derzeit Bundesvorsitzende des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend und außerdem stellvertretende Vorsitzende des Deutschen Bundesjugendrings.
Schenderlein sagte laut Pressemitteilung: „Ich freue mich sehr, Lena Bloemacher in dieser verantwortungsvollen Position begrüßen zu dürfen. Frau Bloemacher hat ein überzeugendes Gesamtprofil mit klar erkennbarem Mehrwert für die zukünftige Stiftungsentwicklung.“ Bloemacher selbst sagte: „Engagement hat mein eigenes Leben geprägt. Deshalb ist es mir ein großes Anliegen, die Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt als verlässliche Partnerin für Engagierte weiter zu stärken.“
Die DSEE ist eine bundesunmittelbare Stiftung des öffentlichen Rechts mit Sitz in Neustrelitz (Mecklenburg-Vorpommern) und hat im Juli 2020 ihre Arbeit aufgenommen. Sie unterstützt vor allem in ländlichen und strukturschwachen Regionen Engagement und Ehrenamt – unter anderem durch Förderung von Innovation, Nachwuchsgewinnung und Digitalisierung sowie durch Weiterbildung und Beratung. Im Gründungsjahr legte die DSEE etwa das Programm „Gemeinsam wirken in Zeiten von Corona“ auf und förderte dabei über 1.800 Vorhaben mit 20 Millionen Euro, vor allem zur Stärkung digitaler Teilhabe im Engagement.
Finanziert wird die Stiftung nach eigenen Angaben durch das Bundeskanzleramt und das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat. Der Bund stellt dafür derzeit rund 30 Millionen Euro jährlich bereit. Christiane Schenderlein hat im April 2026 den Vorsitz im Stiftungsrat übernommen.
