Die Handicap-International-Stiftung hat mit Thomas Schiffelmann ein neues Vorstandsmitglied. Damit besteht der neue Vorstand neben Inez Kipfer-Didavi, Geschäftsführerin des Handicap International e.V., und Thomas Peters, Stifter des Handicap-International-Stiftungsfonds, nach der Umwandlung in eine Treuhandstiftung nun aus drei Personen. Schiffelmann ist seit 2012 Leiter der Abteilung Marketing im gleichnamigen Verein. Diese Position wird er auch weiterhin bekleiden. Vor seiner Zeit bei Handicap International war der Diplom-Kaufmann unter anderem Marketingleiter bei der Stiftungszentrum.de Servicegesellschaft, dem heutigen Haus des Stiftens. Zudem ist er Fachautor und Dozent an der Frankfurt School of Finance & Management im Zertifikatsstudiengang Stiftungsmanagement. 2012 rief er die Schneesport-Stiftung ins Leben, ein Stiftungsfonds in Treuhänderschaft der Stiftung Stifter für Stifter. Die Stiftung möchte sozial benachteiligten Bevölkerungsgruppen ermöglichen, Schneesport zu betreiben.
Über die Dachorganisation
Handicap International ist der deutsche Verein der französischen Dachorganisation Humanity & Inclusion, die laut eigener Aussage in über 60 Ländern aktiv ist. Bei der Organisation mit Hauptsitz in Lyon waren 2022 laut eigener Aussage rund 4.800 Menschen beschäftigt und es stand ein Budget von 255 Millionen Euro zur Verfügung. Humanity & Inclusion umfasst acht nationale Vereine: in Frankreich, Belgien, Deutschland, Luxemburg und der Schweiz unter dem Namen Handicap International. In den USA, Kanada und Großbritannien unter Humanity & Inclusion. Der deutsche Verein wurde 1998 in München gegründet, seit 2015 gibt es auch ein Büro in Berlin. Die Handicap-International-Stiftung wird vom Haus des Stiftens verwaltet und ist in Treuhänderschaft der Stiftung Stifter für Stifter.
Ziel der 1982 gegründeten Humanity & Inclusion ist es, die Lebensbedingungen für Menschen mit Behinderung zu verbessern. Außerdem setzt die Organisation sich für eine Welt ohne Landminen und Streubomben ein sowie für den Schutz der Zivilbevölkerung im Krieg. Die Gründung von Humanity & Inclusion erfolgte laut ihrer Webseite im Umfeld der Flucht hunderttausender Kambodschaner vor dem Regime der Roten Khmer. Unter den Flüchtenden seien tausende von Menschen mit Amputationen gewesen, die Opfer von Antipersonenminen waren. Da sich niemand um ihr Schicksal gekümmert habe, hätten die beiden jungen Ärzte Jean Baptiste und Marie Richardier künstliche Gliedmaßen aus Bambus und Lederstreifen hergestellt. Daraufhin wurde die Hilfsorganisation gegründet, die bald darauf die ersten Rehabilitationszentren in Kambodscha errichtete.
