Geschäftsführer verlässt die Baden-Württemberg-Stiftung

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Christoph Dahl, der Geschäftsführer der Baden-Württemberg-Stiftung, hat sich am 30. April in den Ruhestand verabschiedet. Er hatte am 1. Mai 2010 die Leitung dort übernommen. Seine Amtszeit endet damit nach genau 14 Jahren.

„Feines Gespür für gesellschaftliche Entwicklungen“

„Als Geschäftsführer hat sich Christoph Dahl durch Engagement und durch feines Gespür für relevante gesellschaftliche Entwicklungen ausgezeichnet“, würdigt ihn laut Pressemitteilung Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann, der Vorsitzender des Aufsichtsrats der Stiftung ist. „Er hat in der vergangenen Dekade maßgeblich zur wirkungsvollen Programmarbeit, positiven Bilanz und öffentlichen Sichtbarkeit der BW-Stiftung beigetragen. Christoph Dahl übergibt eine starke Institution, die unserem Land auf unterschiedlichen Feldern wie Wissenschaft, Bildung, Soziales, Kultur und Klimaschutz wichtige Impulse gibt.“

Der gebürtige Reutlinger Christoph Dahl arbeitete nach dem Studium der Geschichte und Germanistik unter anderem als leitender Politik-Redakteur bei der Esslinger Zeitung und wechselte danach als Pressesprecher ins Wirtschaftsministerium von Baden-Württemberg. Von 1991 bis 2005 war Dahl Sprecher der CDU-Landtagsfraktion und von 2005 bis 2010 Sprecher der baden-württembergischen Landesregierung unter Ministerpräsident Günther Oettinger. Er ist seit 2011 mit Susanne Eisenmann (CDU), der früheren Kultusministerin des Landes (2016 bis 2021) verheiratet.

Über die Stiftung

Die Baden-Württemberg-Stiftung (bis 2010 Landesstiftung Baden-Württemberg) ging im Jahr 2000 aus einer Umfirmierung der Landesbeteiligungen in eine Stiftung hervor. Sie hat ihren Sitz in Stuttgart und die Rechtsform einer gGmbH. Die operative Stiftung will nach eigener Aussage den Wandel in Baden-Württemberg in den Bereichen Gesellschaft, Kultur, Bildung und Spitzenforschung gestalten.

Das Vermögen der Baden-Württemberg-Stiftung beträgt rund 2,3 Milliarden Euro. Das Stiftungskapital stammt aus der seit Anfang der 1980er-Jahre existierenden Landesholding „Landesbeteiligungen Baden-Württemberg“ und aus den Veräußerungen der Landesanteile der EnBW an die Électricité de France. Dem 18-köpfigen Aufsichtsrat der Baden-Württemberg-Stiftung gehören neun Abgeordnete an, die den Landtag vertreten, sowie neun Mitglieder der Landesregierung