Der Stiftungsrat der Stiftung für die internationalen Wochen gegen Rassismus hat Mehmet Daimagüler in den Vorstand der Stiftung berufen. Der Rechtsanwalt und Menschenrechtsaktivist verstärkt das Führungsgremium an der Seite von Jürgen Micksch. Der Theologe und Pro-Asyl-Gründer leitet die Stiftung seit 2014 als geschäftsführender Vorstand.
Anwalt für Angehörige der NSU-Opfer
Daimagüler war von 2022 bis 2025 der erste Beauftragte der Bundesregierung gegen Antiziganismus und für das Leben der Sinti und Roma. Zuvor arbeitete er unter anderem als Partner der Berliner Kanzlei Thomsen & Partner und verantwortete beim inzwischen insolventen Solarunternehmen Conergy den Bereich Mittlerer Osten und Afrika. Als Anwalt vertrat der Sohn türkischer Arbeitsmigranten über viele Jahre Opfer politisch motivierter Straftaten, darunter Angehörige der NSU-Opfer sowie Holocaust-Überlebende in KZ-Prozessen. Zudem war er Parlamentarischer Berater im Deutschen Bundestag, unter anderem für den 2025 verstorbenen FDP-Politiker und ehemaligen Bundesinnenminister Gerhart Baum. Ehrenamtlich engagierte er sich unter anderem im Kuratorium des Deutschen Instituts für Menschenrechte, in der Sicherheitskommission des Landes Nordrhein-Westfalen sowie im Integrationsbeirat des Landes Nordrhein-Westfalen.
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„Mit Dr. Mehmet Daimagüler gewinnt die Stiftung gegen Rassismus eine Persönlichkeit, die Menschenrechte nicht nur kennt, sondern sie ein Leben lang gelebt und verteidigt hat“, so Filiz Polat, Grünen-Bundestagsabgeordnete und Vorsitzende des Stiftungsrats, in der Pressemitteilung der Stiftung. „Wir freuen uns sehr auf die gemeinsame Arbeit.“
Impuls vom Ex-DFB-Präsidenten
Die Stiftung für die Internationalen Wochen gegen Rassismus mit Sitz in Darmstadt wurde 2014 auf Initiative des ehemaligen DFB-Präsidenten Theo Zwanziger gegründet – mit Unterstützung des Interkulturellen Rates in Deutschland, der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, des Fördervereins Pro Asyl und des Deutschen Gewerkschaftsbundes. Sie koordiniert jährlich die Internationalen Wochen gegen Rassismus in Deutschland und engagiert sich für Menschenwürde sowie gegen Rassismus, Antisemitismus und jede Form gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit. Die Stiftung finanziert sich aus öffentlichen, zivilgesellschaftlichen und gewerblichen Zuwendungen sowie aus privaten Spenden.
