Die Stiftung Kinderzukunft mit Sitz in Gründau-Lieblos und einem Büro in Langenselbold trauert um ihren langjährigen geschäftsführenden Vorstandsvorsitzenden Heinz‑Werner Binzel, der Anfang April im Alter von 71 Jahren verstorben ist. Das geht aus einer Pressemitteilung der Stiftung hervor. Der Unternehmer und frühere Geschäftsführer von Africa Green Tec Asset hatte die operative Arbeit der Stiftung über viele Jahre maßgeblich geprägt und verantwortet, nun sollen seine Aufgaben im Vorstand neu geordnet werden.
Achim Brunner wird Nachfolger
In einem Nachruf würdigt die Stiftung Binzels langjähriges Engagement für Kinder in Not: Er habe die Stiftung über viele Jahre geprägt und sich mit großem Engagement und hoher persönlicher Überzeugung für Kinder in Not eingesetzt und die Arbeit der Stiftung nachhaltig weiterentwickelt, heißt es in der Erklärung. Mit seinem Tod verliere die Organisation eine prägende Führungspersönlichkeit, sein Wirken und sein Einsatz für benachteiligte Kinder würden jedoch in der Stiftungsarbeit fortgeführt. Die Stiftung betont, sie sei ihm zu großem Dank verpflichtet und spreche seiner Familie ihr tiefes Mitgefühl aus.
Zum neuen geschäftsführenden Vorstandsvorsitzenden hat der Beirat Achim Brunner gewählt, der dem Gremium seit rund zwei Jahren angehört. Brunner, Diplom-Bankbetriebswirt und in der Region Rhein-Main in verschiedenen Ehrenämtern engagiert, übernimmt die Leitung des Vorstands und damit die Verantwortung für die strategische und operative Weiterentwicklung der Organisation. Der Beschluss fiel nach Angaben der Stiftung einstimmig.
Lateinamerika und Osteuropa
Brunner betont, er trete das Amt mit Respekt vor dem Lebenswerk seines Vorgängers an: „Mit Heinz-Werner Binzel verlieren wir eine außergewöhnliche Persönlichkeit, die die Stiftung Kinderzukunft über viele Jahre geprägt hat.“ Er sehe es als seine Aufgabe, „seine Arbeit in seinem Sinne fortzuführen und die Stiftung verantwortungsvoll weiterzuentwickeln“.
Die Stiftung Kinderzukunft engagiert sich seit 1988 für Kinder in Not und unterhält eigene Kinderheime und Projekte unter anderem in Lateinamerika und Osteuropa. Sie finanziert sich überwiegend aus Spenden, Patenschaften und testamentarischen Zuwendungen und verfolgt das Ziel, Kindern durch Unterkunft, Ernährung, medizinische Versorgung und Bildung eine langfristige Perspektive zu eröffnen. Laut dem Deutschen Zentralinstitut für soziale Fragen betrugen die Gesamteinnahmen der Stiftung 2023 etwa 3,7 Millionen Euro.
