19.06.2018 | Von Die Stiftung

Point-Alpha-Stiftung: Direktorin legt Amt nieder

Die Point-Alpha-Stiftung muss sich eine neue Direktorin suchen. Ricarda Steinbach, die das Amt vor zwei Jahren übernommen hatte, hat es mit sofortiger Wirkung niedergelegt. Gründe wurden nicht genannt, es hatte allerdings Berichte über interne Auseinandersetzungen gegeben.

Point-Alpha-Stiftung
Blick vom amerikanischen Wachturm auf die DDR-Grenzanlagen. Foto: Marius.auth, Point Alpha Blick Wachturm, CC BY-SA 4.0

Die bisherige Direktorin der Stiftung der Grenzgedenkstätte Point Alpha an der Landesgrenze zwischen Thüringen und Hessen, Ricarda Steinbach, hat ihr Amt niedergelegt, wie Frankfurter Neue Presse unter Berufung auf die Deutsche Presse-Agentur berichtet. „Das gilt mit sofortiger Wirkung, mein Dienstvertrag besteht allerdings weiter”, wird sie von der Agentur zitiert. Steinbach hatte die Aufgabe in der Point-Alpha-Stiftung vor zwei Jahren übernommen, als der Vorgänger in Ruhestand ging. Zuerst hatte der MDR berichtet.

Point-Alpha-Stiftung: Keine Angabe zu Gründen

Ricarda Steinbach hatte den Posten der Direktorin vor zwei Jahren übernommen. Foto: Point-Alpha-Stiftung

Zu den Hintergründen der Entscheidung habe sich die Politikwissenschaftlerin zunächst nicht geäußert. Nun würden vorerst die Vorstandsmitglieder Berthold Jost, Ex-Bürgermeister Rasdorfs, und Eberhard Fennel, ehemaliger Bürgermeister der Stadt Hünfeld, das Amt übernehmen.

In einem MDR-Interview am 9. Juni waren auch Spannungen in der Stiftung ein Thema gewesen. Anfang Februar hatte demnach der frühere Vorsitzende des Stiftungsrats Berthold Dücker einen Brief an die Mitglieder des Gremiums geschrieben, in dem er erklärte: „Unsere Direktorin schadet der Stiftung.“ Laut Steinbach sei Dücker allerdings in der Zwischenzeit von allen Ämtern zurückgetreten. Er ist inzwischen ehrenamtliches Mitglied des Vorstandes, so eine Pressemitteilung vom 4. April.

Steinbach erklärte laut Frankfurter Neue Presse, dass sie der Stiftung auch nach dem Rücktritt zur Verfügung stehe.

Die Stiftung ist Trägerin der Gedenkstätte Point Alpha an der Grenze von Hessen (Rasdorf) zu Thüringen (Geisa) in der Rhön. Früher war dort ein Beobachtungsposten der US-Armee. In der Gedenkstätte wird auch der Point-Alpha-Preis des Kuratoriums Deutsche Einheit verliehen.

http://pointalpha.com

Radiointerview mit Ricarda Steinbach

Artikel teilen