Michael R. Neumann gibt den Vorsitz des Kuratoriums der Hanns-R.-Neumann-Stiftung (HRNS) mit Wirkung zum 1. Oktober 2026 an Nina Smidt ab. Damit vollzieht die Stiftung mit Sitz in Hamburg einen Generationenwechsel an der Spitze ihres Kontroll- und Beratungsgremiums.
Michael R. Neumann, der Sohn des namensgebenden Gründers, hatte die Stiftung bürgerlichen Rechts 2005 gemeinsam mit seiner Familie gegründet und seither maßgeblich geprägt. Bis 2026 erreichte die gemeinnützige Stiftung, die sich für bessere Lebensbedingungen in Kafffeeanbauregionen einsetzt, eigenen Angaben zufolge mehr als 350.000 Familien weltweit.
Vorständin der Siemens-Stiftung
„Nach mehr als 20 Jahren ist für mich der richtige Zeitpunkt gekommen, den Vorsitz im Kuratorium an die nächste Generation zu übergeben“, sagte Michael R. Neumann laut Pressemitteilung. Die Stiftung stehe auf einem starken Fundament und sei bereit für ihre kontinuierliche Weiterentwicklung.
Smidt promovierte an der Universität Hamburg in Kritischer Theorie und Literatur. Sie ist seit April 2020 geschäftsführende Vorständin und Sprecherin des Vorstands der Siemens-Stiftung. Zuvor war sie unter anderem Bereichsleiterin Internationale Strategie und Entwicklung der Zeit-Stiftung Bucerius und Präsidentin der American Friends of Bucerius. Zu ihrer neuen Aufgabe sagte Smidt: „Den Vorsitz des Kuratoriums zu übernehmen, ist für mich nicht nur eine besondere Aufgabe, sondern eine persönliche Freude.“ Sie verwies auf eine gewachsene Verbundenheit, die auf gemeinsamen Werten und Zielen gründe. Smidt wird weiterhin Vorständin der Siemens-Stiftung bleiben.
Familien in Kaffeeanbauregionen
Die Hanns-R.-Neumann-Stiftung engagiert sich seit ihrer Gründung für die nachhaltige Verbesserung der Lebensbedingungen in Kaffeeanbauregionen. Aus anfänglichen Projekten zur Verbesserung der Kaffeeproduktion entwickelte sich ein ganzheitlicher Förderansatz, der kleinbäuerliche Familien stärken, Umwelt- und Naturschutz fördern und jungen Menschen Bildungs- und Zukunftsperspektiven eröffnen soll.
Die Stifterfamilie Neumann ist seit Generationen im internationalen Kaffeehandel tätig. Die Stiftung knüpft an die Geschichte der Neumann-Kaffee-Gruppe an, die aus einem 1934 in Hamburg gegründeten Rohkaffeehandelsunternehmen hervorging. Aus der engen Verbindung zu Kaffee produzierenden Ländern entwickelte die Hanns.-R.-Neumann-Stiftung nach eigenen Angaben ihren Förderansatz. Die Stiftung ist nach eigenen Angaben in sieben Ländern des Globalen Südens sowie in Deutschland aktiv und verfügt über ein Stiftungskapital von rund 150 Millionen Euro.
