Zum 1. Januar 2026 wird Lars Grotewold neuer Vorsitzender der Geschäftsführung der Stiftung Mercator in Essen. Er folgt auf Wolfgang Rohe, der die Stiftung nach mehr als 15 Jahren altersbedingt verlässt. Grotewold ist seit 2009 für die Stiftung tätig und hat dort den Bereich Klimaschutz aufgebaut und geleitet.
Beteiligt an Gründung von Think Tanks
Der promovierte Molekularbiologe verantwortete in dieser Position die strategische Weiterentwicklung des Förderportfolios und war maßgeblich an der Gründung von Think Tanks wie Agora Energiewende, Agora Verkehrswende und dem Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change beteiligt. Zudem leitete er über ein Jahr kommissarisch den Bereich Europa in der Welt. Vor seinem Wechsel zur Stiftung Mercator war Grotewold nach Forschungsaufenthalten im In- und Ausland in der Geschäftsstelle des Wissenschaftsrats tätig.
Wolfgang Rohe ist seit 2014 Leiter der Stiftung Mercator. Zuvor führte er das Forschungsreferat in der Geschäftsstelle des Wissenschaftsrats und war dort ab 2005 außerdem stellvertretender Generalsekretär. Davor war er als Leiter des Forschungsreferats bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft tätig.
„Wir freuen uns, mit Lars Grotewold einen hervorragenden Nachfolger für Wolfgang Rohe gefunden zu haben”, wird Ralf Ruhrmann, Vorstand der Meridian-Stiftung und damit Vertreter des Alleingesellschafters der Stiftung Mercator, in einer Pressemitteilung zitiert. „Lars Grotewold verfügt über die nötige umfassende Erfahrung, Führungsstärke und Vernetztheit, um die Stiftung in Zeiten zu führen, in denen die Rahmenbedingungen für zivilgesellschaftliches Engagement erkennbar schwieriger werden.“
Unternehmerfamilie als Stifterin
Die Stiftung Mercator wurde 1996 in Essen von der Familie Schmidt-Ruthenbeck, den Gründern der Metro AG, ins Leben gerufen. Benannt wurde sie nach dem Kartographen, Mathematiker und Theologen Gerhard Mercator (1512–1594), der unter anderem in Duisburg lehrte. Die Stiftung ist als gemeinnützige GmbH organisiert und eine Tochter der Meridian-Stiftung, die auch Trägerin der Stiftung Mercator Schweiz ist.
Die Stiftung fördert Projekte in den Bereichen gesellschaftlicher Zusammenhalt, Klimaschutz, Digitalisierung und europäische Integration. Sie engagiert sich national wie international, mit besonderem Bezug zum Ruhrgebiet. Laut aktuellem Jahresbericht 2023 verfügte die Stiftung Mercator zuletzt über ein Grundstockvermögen von rund 1,3 Milliarden Euro und förderte Projekte mit insgesamt 68 Millionen Euro.
